Kategorien
Nördlich der A24

„In einem Land, das es nicht mehr gibt“

Das Eulenspiegelkino im Augustinum Mölln zeigt am Sonnabend, den 10. Dezember um 19:30 Uhr „In einem Land, das es nicht mehr gibt“, ein Drama um eine junge Frau, die es in der DDR kurz vor dem Mauerfall von der Fabrik in die Modeszene schafft.


Drehbuchautorin und Regisseurin Aelrun Goette (DIE KINDER SIND TOT, KEINE ANGST) wurde in den 80er Jahren auf der Straße in Ostberlin als „Mannequin“ entdeckt. Sie modelte für den VHB Exquisit, war auf dem Cover der Sibylle und stand für die großen Fotograf:innen vor der Kamera. Der Film basiert auf ihrem Leben, und ist inspiriert von wahren Begebenheiten.


Im Sommer 1989 fliegt Suzie (Marlene Burow) kurz vor dem Abitur von der Schule. Statt zu studieren, muss sie sich nun als Arbeiterin in der sozialistischen Produktion bewähren. Ein zufälliges Foto öffnet ihr unverhofft die Tür in die glamouröse Welt der Mode von VHB Exquisit und des Modejournals Sibylle. Suzie taucht ein in die schillernde Subkultur des Ostberliner Undergrounds, wo der extravagante Rudi (Sabin Tambrea) ihr den ‚aufrechten Gang’ beibringt. Sie verliebt sich in den rebellischen Fotografen Coyote (David Schütter) und erlebt die Freiheit, von der sie immer geträumt hat. Doch alles hat seinen Preis: Was ist es Suzie wert, ihren Traum zu leben?

10. Dezember um 19:30 Uhr, Augustinum, Sterleyer Str. 44,

23879 Mölln

Bildunterschrift: Rudi (Sabin Tambrea) und Suzie (Marlene Burow) träumen von einem freien Leben.

(Foto: Ziegler Film/TOBIS/ Peter Hartwig / hfr)  

Die Kreissparkasse ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg. 

Kategorien
Vorfahrt für die Jugend

„Die magische Welt der Animation – Kinoabenteuer für Kinder“ zum Kurzfilmtag am 4. Advent.

Mölln – Die schönsten Animationsfilme für das erste Mal im Kino, für Kinder ab 4 Jahre – um zu träumen und zu staunen am 18.12.2022 um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr im Möllner Stadthauptmannshof.

Das Kurzfilmprogramm „Magie der Animation“ des Luftkind-Filmverleihs präsentiert sieben Geschichten ohne Dialoge. Farbenfrohe Charaktere in fantasievoll animierten Landschaften entführen kleine Kinogängerinnen und Kinogänger in die magische Welt des Films. Im Focus diesmal: Ich sehe was, was du nicht siehst.

In DIE QUATSCHOLYMPIADE verzweifeln der schnelle Tiger und der wilde Löwe an der Gelassenheit des Faultiers. NATUR bietet während der Dauer eines Liedes einen Einblick in die magisch-zarte Welt der Tiere im Wald. DONNER erzählt davon, wie schwer es ist, sich in der Freundschaft nicht von Eifersucht leiten zu lassen. Im Tanzfilm MOODY BOOTY siegt die Energie der inneren Kreativität über die Macht dunkler Gefühle. Die Schönheit der Unterwasserwelt der Meere und ihre zunehmende Verschmutzung ist Thema von PLASTIK. Ein nächtlicher Chor der Tiere am Teich wird in MAESTRO von einem Eichhörnchen dirigiert. Und ein HERBSTBLATT weckt das Heimweh in einem großen, sanften Matrosen.

So, 18.12, 14.30 Uhr und 16:30 Uhr
Stiftung Herzogtum Lauenburg, Stadthauptmannshof

Hauptstraße 150; 23879 Mölln

1. Vorstellung: Einlass 14.00 UhrBeginn 14.30 Uhr, Dauer 40 Minuten

2. Vorstellung: Einlass 16.00 UhrBeginn 16.30 Uhr Dauer 40 Minuten

Altersempfehlung: 4 – 6 Jahre

FSK 0

© Kurzfilmtag 2022 Web-Motiv

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Kategorien
Auf einen Schnack Vorfahrt für die Jugend

Rockformation „LDA“ gewinnt Songcontest Plattbeats

Mölln/Rostock – Das war ein hochspannender Abend am Freitag, den 18.11.2022  im Rostocker MAU Club. Acht Bands aus ganz Norddeutschland waren gestartet beim Rennen um den besten plattdeutschen Song im Finale des Songcontests Plattbeats.

Der erste  Preis, ein Instrumentengutschein im Wert von 700 Euro, blieb gleich im Land. Den konnte die  Rockformation „LDA“ mit ihrem Titel „De Sünn sprengt grågen Häben“ mit nach  Neubrandenburg nehmen. Ein „Mutmachlied“, das Punkrockfans und Plattdeutschfreunde  gleichermaßen begeisterte, wie man auch dem Publikum im gut gefüllten Saal anmerken konnte. Rockig blieb es bei der Platzierung. Der zweiten Platz und ein Gutschein in Höhe von 300 Euro gingen an die Kieler Rockband „Caruso“, die mit ihrem Titel „De hässlichste  Lüchttoorm“ diesem Seezeichen ein besonderes Denkmal setzte. Jana Bremann aus Wilsum in der Grafschaft Bentheim landete auf dem dritten Platz und konnte sich über einen  Gutschein im Wert von 200 Euro freuen. Ihr Titel „As ein’n Bilderbook“, der zwischen Schlager und Pop schwingt, lud zum Mittanzen ein.  

Keine leichte Aufgabe für die vierköpfige Jury, bestehend aus Platt- und Musikexpertinnen und Musikexperten. „Ich bin froh, dass ich nicht in ihrer Haut stecken musste“, sagte Plattbeats-Organisator Thorsten Börnsen, der das Finale auch moderierte. „Die Bandbreite der Songs war auch in diesem Jahr wieder gewaltig. Von Punkrock über Singer-Songwriter bis Hip Hop war alles dabei. Die eigentliche Gewinnerin dieses Abends ist die plattdeutsche Sprache. Denn alle Beiträge zeigen, dass Plattdeutsch auch mit aktuellen Musikrichtungen gut zusammenpasst.“  

Plattbeats richtet sich an Amateurmusikerinnen und Amateurmusiker im Alter von 15 bis 30 Jahren aus dem ganzen Norden. Bei der Übersetzung der Songtexte können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich von Platt-Profis aus den Regionen unterstützen lassen. 

Wer Fragen zu dem diesjährigen Songcontest Plattbeats hat oder wann es einen nächsten geben wird, kann sich gerne an den Organisator Thorsten Börnsen, Plattbeats c/o   , Zentrum für Niederdeutsch in Holstein , Hauptstraße 148a , 23879 Mölln  Tel.: 04542 / 9082985 wenden
t.boernsen@niederdeutschzentrum.de  www.niederdeutschzentrum.de 

Foto: Gewinner Plattbeats © Joos Rinck

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg

Kategorien
Aus der Stiftung

Celtic Christmas – West of Eden

Mölln – Seit Jahren sind sie international mit großem Erfolg auf Tour. Großartige instrumentale Virtuosität gepaart mit der besonderen Stimme der Sängerin Jenny Schaub prägen ihren Sound. Geboren in Schweden und keltisch im Herzen: West of Eden ist eine schwedische Folk-Rock-Band mit einem sehr eigenen Sound irgendwo zwischen Folk von den britischen Inseln und Singer/Songwriter-Musik. 
Sie haben bislang 10 CDs veröffentlicht. Zu den Höhepunkten ihrer Bandgeschichte zählt auch die Zusammenarbeit mit klassischen Musikern des Schwedischen Nationalorchesters.
Wer beim letzten Konzert im Frühjahr 2019 dabei war, wird sich nun dieses besondere Konzert mit nordeuropäisch-keltischen Weihnachtsklängen nicht entgehen lassen wollen!

Eine Kooperation mit dem Folkclub Mölln und dem Förderverein Möllner Folksfeste.

Sa., 3. Dezember 2022, 19:30 im Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, 23879 Mölln. Eintritt 20€, FC-Mitglieder 12€. Reservierung ist möglich unter info@folkclubmoelln.de oder Tel. 04542/822472.

Foto: Kristin Lidell

Kategorien
Aktuelles

Gesucht: Ideen für den KulturSommer 2023

Mölln – Unter dem Motto „Gemeinsam… an den Ufern der Kunst“ veranstaltet die Stiftung Herzogtum Lauenburg vom 1 Juli bis 31. Juli 2023 die 18. Auflage des „KulturSommer am Kanal“. Für die laufende Programmplanung freut sich das Festival-Team um Intendant Frank Düwel über Anregungen und Ideen der Kulturschaffenden im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Intendant Frank Düwel: „Das gemeinsame Erleben von Kunst und Kultur verbindet Menschen, genauso wie das gemeinsame Gestallten von Musik, Skulpturen ,Geschichten aber z.B. auch eines Gartens.

Mit unserem Motto möchten wir die Kulturschaffenden im Kreis einladen – Gemeinsamkeit – in all Ihren Facetten mit den Mitteln von Kunst und Kultur zu befragen. Im Kunstwerk selber, in der Form der Entstehung, aber auch in der Präsentation. Wir freuen uns auf viele spannende Ideen.

Anregungen und Ideen für den“ KulturSommer am Kanal 2023“ werden per Mail unter kultursommer@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

Redaktionsschluss für das Einreichen von Ideen und Vorschlägen in allen Künsten ist der 14. Februar 2023.

Foto: Frank Düwel © Stiftung Herzogtum Lauenburg

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Kategorien
Aktuelles Aus der Stiftung

Heinrich der Löwe und die Slawen

Mölln – Heinrich der Löwe ragte als Reichsfürst deutlich über die Seinesgleichen hinaus und beanspruchte eine quasi königliche Stellung im Reich, aus der heraus er auch mit dem König von Dänemark um die Hegemonie im westlichen Ostseeraum konkurrierte. Besonders deutlich wird dieser Anspruch Heinrichs des Löwen an seiner Politik mit und gegenüber den von Wagrien (Ostholstein) bis Pommern siedelnden Slawen.

Der bebilderte Vortrag nimmt diese Politik von Heinrichs erstem (kriegerischen) Kontakt mit den Slawen während des Wendenkreuzzugs 1147 bis zu seinem Sturz als Herzog Anfang der 1180er Jahre in den Fokus. Er wird herausarbeiten, dass die Geschehnisse in diesem wendischen Raum für das Selbstverständnis und Schicksal Heinrichs des Löwen von nicht unwesentlicher Bedeutung waren.

Professor Auge lehrt Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit an der Universität in Kiel.

Do., 17. November 2022, 19:30 Uhr, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, 23879 Mölln. Eintritt frei.

Foto: Nicole Franke

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Kategorien
Aktuelles Ausstellungen

Möllner Kulturnacht in den alten Lehrerhäusern und Stadthauptmannshof

In der Möllner Kulturnacht am 2. Oktober 2022 von 18.00 – 23.00 Uhr zeigt der Stadthauptmannshof alles, was er derzeit an Kunst und Kultur zu bieten hat.

In den alten Lehrerhäusern am Stadthauptmannshof öffnen die Künstlerinnen und Künstler erstmals ihre Ateliers und lassen die Besucher hinter die Kulissen ihrer Arbeit schauen. Zu den Atelierbesuchern gesellen sich Musikerinnen und Musiker mit unterschiedlichsten Minikonzerten. Von Harfe zu Hang, von Gitarre zu Bass stimmen sie die Besucher in die Bilder, Zeichnungen, Plastiken und Skulpturen ein.

Wer bisher keine Gelegenheit hatte, kann sich auch noch die Ausstellung „Naher Osten: Verständigung durch Kunst“ im Herrenhaus ansehen. Sechs Künstlerinnen und Künstler die aus dem Iran, Irak, Syrien oder der Türkei kommen, gestalteten diese Ausstellung.

Der Eintritt in den Lehrerhäusern und im Herrenhaus ist frei. Durchgehend geöffnet am 2. Oktober von 18.00 – 23.00 Uhr.

MALERIN & MÄRCHENERZÄHLERIN Anna Malten:

Anna Malten studierte Grafik Design in Lübeck. Glücklicherweise waren die Dozenten 1989 selber Künstler, kaum einer kam aus der Werbung. So bekam Anna Malten eine fundierte zeichnerische Ausbildung, die später zu ihrem besonderen Stil führte: Sie malt alles, was sie in der Natur an Schönem und Kleinem findet, auf eine Weise, welche die Dinge lebendig wirken lässt.

MALERIN & BILDHAUERIN Freya Könecke:

Schon als Kind durfte die Bildhauerin und Malerin Freya Könecke bei ihrem Vater, dem Bildhauer H.-W. Könecke, in der Alten Schmiede in Mölln künstlerisch tätig werden. Die Zeichnung, Malerei, Plastik, das Gestalten mit unterschiedlichen Werkmitteln wie Tusche, Acryl, Holz, Gips, Wachs, etc. faszinierte Freya Könecke von Beginn an. Herzstück ihrer aktuellen Ausstellung bilden derzeit das plastische Gestalten lebensgroßer Figuren und die Acrylmalerei auf Holz.

Musikerinnen und Musiker

Adelaidem Lenzner:

Heidi Adelaidem Lenzner ist seit 50 Jahren Singer- und Songwriterin, war in vielen verschiedenen Bandprojekten engagiert und begeistert genreübergreifend mit ihrer vielfältigen Stimme. Soloprogramme begleitet sie mit Gitarre und Hang (Himmelstrommel). Auf der Kulturnacht begleitet Adelaidem mit wechselnden Minikonzerten die Atelierschau von Anna Malten und Freya Koenecke.

Andreas Buschmann:

Andreas Buschmann spielt die keltische Harfe seit mehr als 25 Jahren. Seine Musik bewegt sich zwischen traditionellen Stücken aus Irland und Schottland, eigenen Stücken und Jazz. Er spielt Solo-Konzerte, begleitet Märchen und Lesungen, spielt zu festlichen Anlässen wie beispielweise Hochzeiten und Beerdigungen und musiziert in der Gruppe StringPulse zusammen mit Cello und Percusssion.

MR. FINNLAY:

Wolf Malten alias MR. FINNLAY ist Singer-Songwriter und Autor. Songs entstehen bei ihm aus dem Beobachten, Erleben und Träumen, dabei verbindet er die Poesie der Worte, die Bilder entstehen lassen, mit musikalischen Ideen und einem eigenen Gitarrenstil. Mit dabei sind auch Ause Lankenau, der mit seinem Bass eine feste Größe in der Band ist und Golden Retriever Mr Finnlay – Namensgeber der Band. Freuen Sie sich auf besinnliche, vergnügliche, leise Musik und einen Hund, der schwanzklopfend den Takt angibt oder sich vom Publikum durchkraulen lässt.

Die Mini-Konzerte mit Hut-Kasse der Künstler sind geplant für:

18:00 – 18:15 Andreas Buschmann – Harfe – Atelier Anna Malten

18:30 – 18:45 Heidi Adelaidem Lenzner – Hang – Atelier Freya Könecke

19:00 – 19:15 Wolf Malten MR. FINNLAY – Gitarre und Bass – Atelier Anna Malten

19:30 – 19:45 Andreas Buschmann – Harfe – Atelier Freya Könecke

20:00 – 20:15 Heidi Adelaidem Lenzner – Hang Atelier Anna Malten

20:30 – 20:45 Wolf Malten MR FINNLAY – Gitarre und Bass – Atelier Freya Könecke

21:00 – 21:15 Wolf Malten MR FINNLAY – Gitarre und Bass – Atelier Anna Malten

21:30 – 21:45 Andreas Buschmann – Harfe – Atelier Freya Könecke

Stiftung Herzogtum Lauenburg

Stadthauptmannshof und ehemalige Lehrerhäuser

Hauptstraße 150, 23879 Mölln

2.10.2022, 18.00 – 23.00 Uhr

Eintritt frei

Foto: Wolf Malten

Kategorien
Aus der Stiftung

Künstler und Mensch

Mölln – Die Reihe der Talks mit Künstlern wird auch 2022 fortgesetzt. Doch statt drei Künstler*innen verschiedener Genres wird es „nur“ einen Überraschungsgast geben. Er oder sie allerdings ist seit vielen Jahren sowohl allein als auch in einem Ensemble unterwegs und wird uns eine Kostprobe seines/ihres Schaffens zeigen. Anschließend geht es im Talk mit Lorenz Stellmacher um die Beweggründe hinter der gezeigten Kunst. Und natürlich noch um viel mehr. Lassen Sie sich überraschen!

Fr., 07. Oktober 2022, 19.30 Uhr, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, 23879 Mölln. Eintritt frei, Spende erbeten. Anmeldung unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542 / 870 00 ist erwünscht.

Foto: Berodt

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Kategorien
Aktuelles Ausstellungen

Naher Osten Verständigung durch Kunst

Die diesjährige Herbstausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist eine Gemeinschaftsausstellung von sechs Künstlerinnen und Künstlern. Sie leben in Schleswig-Holstein und kommen ursprünglich aus dem Nahen Osten. Ihre Herkunftsländer sind Syrien, der Iran, Irak und die Türkei. Ihr kultureller Hintergrund prägt ihre Arbeiten und ist doch universell.

Kuratiert wird die Ausstellung von Antje Ladiges-Specht, die bei den Werken bewusst einen Focus auf die Verständigung durch Kunst legte, denn Verständigung bedeutet auch Verständnis für andere Kulturen.

Atif Gülücü kam 1980 als gelernter Schriftenmaler aus der Türkei nach Deutschland. Er lebt und arbeitet seitdem als autodidaktischer Künstler in Preetz. Seine farbgewaltigen Landschaftsbilder sprechen von der Schönheit der Natur. Seine Installation und Collagen erzählen in ihrer Fragilität von der Zerbrechlichkeit der Freiheit und des Lebens.

Das Rendsburger Ehepaar Hala Ismaeil und Ziead Zankello aus Syrien (Aleppo) erzählen mit wenigen Federstrichen syrische Geschichten der Gegenwart – drastisch und wahrhaftig. Sie werfen aber auch einen kritisch-ironischen Blick auf unsere Konsumgesellschaft. Seit 2014 geben sie das digitale Comic-Magazin „Faschal“ auf Facebook heraus. Es erscheint monatlich auf Arabisch und Deutsch. „Faschal“ kann man mit „Scheitern“ übersetzen. Für das Scheitern muss man sich nicht schämen, solange man nicht aufgibt und weitermacht.

Ebrahim Sharghi hat in Teheran Kunst studiert und lebt seit 1994 im Kreis Herzogtum Lauenburg. Seine Inspiration ist das Leben, das Sehen und Fühlen der Natur, der Menschen, von Materialien und Momenten. Er ist ein experimentierfreudiger Künstler, malt mit Öl- und Aquarellfarben, mit Kreide und Kohle, arbeitet mit Gips, Holz, Naturmaterialien.

Auch der künstlerische Nachwuchs aus dem Nahen Osten kommt in der Ausstellung nicht zu kurz. Die Kuratorin Antje-Ladiges Specht bezieht daher auch die Arbeiten zweier junger Möllnerinen in die Ausstellung
mit ein. Beide jungen Nachwuchskünstlerinnen waren 2021 mit ersten Arbeiten bei der Ausstellung „Trotzdem Glück: Die andere Seite der Pandemie“ im Stadthauptmannshof beteiligt.

Sahel Javen steht noch ganz am Anfang ihrer künstlerischen Reflexion der Gegenwart. Die Abiturientin aus Mölln, malt in unterschiedlichen Techniken. Die in der Ausstellung „Naher Osten. Verständigung durch Kunst“ gezeigten Bilder, beschäftigen sich mit der Position der Frau in der Gesellschaft im Hier und im Nahen Osten. Wie werden Frauen gesehen? Mit welchen Bezugspunkten sieht man auf sie? In welchem Spannungsfeld leben sie? Nicht zuletzt durch ihre Herkunft aus Teheran/Iran und ihrer Gegenwart in Mölln spiegeln sich diese Fragen in ihren Arbeiten.

„Der Herr ist mit mir“ so nennt die junge Maryam Ramiz Samaam eines ihrer Bilder. Es geht um Liebe zu Jesus Christi, ist ein Plädoyer für den Glauben. Ihr Zeichenstil, eine moderne Auseinandersetzung mit dem
Glauben, macht Neugierig auf weitere Werke. Maryam Ramiz Samaam aus Mosul im Irak wohnt seit einigen Jahren in Mölln, wo sie zur Schule ging und Zeichnen zu ihrem Hobby machte

Öffnungszeiten: Bis zum 16. Oktober 2022,

Samstags/Sonntags von 11 bis 16 Uhr

und während der Möllner Kulturnacht am 2. Oktober von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150,
23879 Mölln

Das Veranstaltungsprogramm der Stiftung Herzogtum Lauenburg wird unterstützt von der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg.

BU: Atif Gülücü „Die Haut des Friedens“ 

Foto: Bernd Perlbach (honorarfrei)

Kategorien
Nördlich der A24

25 Jahre Folkclub Mölln

Im Theatersaal des Robert-Koch-Parks hatten sich 100 Gäste versammelt, um mit einem musikalisch-bunten Programm das 25jährige Jubiläum des Folkclub Mölln zu feiern.

Manfred Kerl, einer der Gründungsväter, erinnerte mit einer ebenso humorvollen wie emotionalen Rede an die Anfänge des Vereins: „Musik gehört zum Leben dazu. Sie ist eine Bereicherung für uns alle und muss immer einen hohen Stellenwert haben. In Mölln gelang dies in besonderer Weise.“

Souverän, herzlich und voller Begeisterung für die Sache, moderierte Susan Sojak, Vorsitzende des Vereins, durch die Jubiläums-Feier, die es in sich hatte: Über fünf Stunden gab es – wie es sich für echte Folkies gehört – handgemachte Musik. Mit dabei Klaus Irmscher, Stefan Battige, Lorenz Stellmacher und Uwe Thomsen, Dagmar und Manfred Kerl, Fritz Hermann und Michael Ziethen & Michael Jessen sowie die Mitglieder der Möllner Folkband unter der Leitung von Lorenz Stellmacher. Die Band hatte eine besondere Überraschung für Susan Sojak und die Jubiläumsgäste: Ein eigens von Lorenz Stellmacher komponiertes Lied.

Zahlreiche Ehrengäste überbrachten ihre Wünsche und Präsente für den Vereins-Jubilar. Die Rede des neuen Möllner Bürgermeisters Ingo Schäper war geprägt von Wertschätzung und dem humoristischen Hinweis, selbst nach intensiver Recherche könne er nicht sagen, wie Folkmusik zu definieren sei, zu vielfältig wäre das Genre. Das der Verein sich in den letzten zweieinhalb Jahren verjüngt hätte und 25 Mitglieder eingetreten wären, sei so Schäper: „Eine gute Voraussetzung für die Zukunft“.

Mit Redebeiträgen von Hinrich Langeloh von der LAG-Folk, Hedo Holland, Gründungsmitglied, Wolfgang Engelmann von der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Mathias Helmhagen vom Möllner Orgelbauverein und Wolfgang Lehmann von der Eulenspiegelgilde rundete sich der offizielle Part bei der Jubelfeier ab,

Ein Dank seitens des Vorstands ging an die seit Jahrzehnten zupackende Arbeit der Mitglieder. Ihnen und dem Vorstand ist es gelungen die beliebten Folk-Konzerte weiter zu etablieren. Mit ihrem ambitionierten Jahresprogrammen haben sie einen festen Platz in der Folk-Szene, was nicht nur für die Eulenspiegelstadt, sondern für alle, die diese Musik lieben, ein Geschenk ist.

Deshalb würdigte Sojak in besonderem Maße die Gründungsmitglieder Uwe und Hanni Thomsen, Inge und Gerhard Pusback, Klaus Irmscher, Caris und Claus Ehrich-Treske sowie Michael Döhring für ihre langjährige Mitgliedschaft mit einer Spieluhr mit Logo und persönlicher Signatur. Die Spieluhr spielt den „Frühlingswalzer“, komponiert von Lorenz Stellmacher. Als ein auf die Zukunft ausgerichteter Verein endete das Jubiläum nicht ohne den Hinweis am Sonnabend, 10. September, sei auf der Theaterbühne der legendäre schottische Folkmusiker Brian Mc Neill, Gründer der Battlefield-Band, zu hören und am 24. September die Folkband „Spielreych“.