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Der 17. Kultursommer am Kanal

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg feiert den 17. Kultursommer am Kanal vom 18. Juni bis zum 18. Juli 2022 mit Ihnen in unserem Kreis.

„Die ganze Welt … am Wegesrand“
Mit unserem Motto möchten wir Sie einladen, Kunst und Kultur in der Natur und in urbanen Räumen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu erleben. An ungewöhnlichen und überraschenden Orten begegnen Sie Klängen, bildender Kunst und Theater in unserem sommerlichen Festival.

Unser Motto lenkt den Blick auf den Wegesrand, auf das Unscheinbare, in dem wir doch eine ganze Welt entdecken können.

Wir richten so unsere Aufmerksamkeit auf das Verborgene.
Wir fragen nach dem Spannungsraum zwischen vermeintlich Wichtigem und Unwichtigem in gesellschaftlichen, künstlerischen und persönlichen Anliegen.
Wir suchen nach Möglichkeiten, in denen Kunst und Kultur uns helfen kann, unseren eigenen inneren Kompass zu justieren.

Wir planen den 17. KulturSommer am Kanal in das dritte Pandemie-Jahr hinein. Wir wünschen uns einen befreienden Sommer, stellen uns aber gleichzeitig darauf ein, Sie in sehr unterschiedlichen Formen am Wegesrand zu begrüßen.

Wir hoffen Ihnen in diesen unwirklichen Zeiten mit Kunst und Kultur, Muße und Reflexion ein Stück „Heimat der Seele“ durch unser Festival zu ermöglichen.

Alle Informationen finden Sie unter: https://kultursommer-am-kanal.de/

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Maria Baptist und der Fluss des Spiels

Maria Baptist ist zarte 18 Jahre alt, als ihr von der Weltgeschichte die Freiheit zu Füßen gelegt wird. Die junge Frau, geboren 1971 in Ost-Berlin, nimmt das Geschenk dankbar an. Nach dem Fall der Mauer zieht sie mit Sack und Pack nach New York. Die amerikanische Metropole bietet der jungen Frau die Chance, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Und: Sie ist eine bedeutende Wiege des Jazz. Bedeutende Größen wie Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Thelonious Monk und Sarah Vaughn haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Für Maria Baptist ist es der Aufbruch in eine Karriere, die scheinbar keine Grenzen kennt. Sie nutzt ihre Leidenschaft und Liebe für die Musik: an ihrem Instrument, dem Klavier, und beim Komponieren. Schwerelos wirkt es, wenn sie zwischen festgelegten Tonfolgen und Improvisationen wechselt. Sie schreibt Musik für kleine und große Besetzungen. Das Album „City Grooves“ – das sie bei ihrem Jazz Orchester-Debüt verantwortet – wird für den Echo nominiert. Die Presse überschlägt sich, wenn sie ihre Werke in kleineren Formationen präsentiert. Die Kritiker lieben Alben wie „Crazy Dreams“ (1998), „Music for my Trio“ (2005), „Spring in Berlin“ (2010) und „Gate 29“ (2012).

Das Spannende daran: So wie die Pianistin ist auch die Komponistin: Maria Baptist kann schnell und langsam, einfühlsam und kraftvoll, kompliziert und leicht. Nichts scheint ihr fremd und nichts scheint ihr unmöglich. Ihren Vater, Pianist wie sie, und ihre Großväter, die als Komponisten tätig waren, hat sie längst hinter sich gelassen.

Ihr Wissen und ihr Können gibt sie heute an die kommende Musikergenerationen weiter. Maria Baptist ist aktuell als Professorin der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin tätig. Dort unterrichtet sie ihre eigene Kompositions-, Arrangier- und Improvisationsklasse. Zudem hält sie „Masterclasses“ – unter anderem an der „Academy of the Arts“ (Reykjavik) oder an der Franz-Liszt-Musikakademie (Budapest).

All dies hindert sie nicht daran, Konzerte zu geben. Am Sonnabend, 25. September, ist sie im Rokokosaal des Kreismuseums (Ratzeburg) mit ihren Kollegen Fabian Timm (Bass) und Jesus Vega (Schlagzeug) als „Maria Baptist Trio“ zu hören. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.

Anlass ist das zweitägige Jazzfestival von „Jazz in Ratzeburg“, mit dem der Verein seinen 20. Geburtstag feiert. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“, für das sich diverse Kulturschaffende im Kreis mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg zusammengetan haben. Das Projekt wird im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.

Foto: Maria Baptist Music

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Mann. Frau. Klang.

Es treffen sich zwei in einem Gotteshaus. Mann und Frau. Sie kennen einander schon lange. Sie gehen in den Dialog. Parlieren. Lassen Worte und Instrumente für sich klingen. Über zwischenmenschliche Beziehungen. Über Liebe.

Nein, dies ist nicht der Anfang einer Geschichte. Es ist die Essenz, in der Laura Gericke und Roland Wendling am Sonnabend, 25. September, ab 20 Uhr in der Christuskirche Düneberg (Geesthacht) unter dem Titel „Schöneheit“ ein Spiel aus Sprache und Musik inszenieren. Unterstützt werden sie dabei von Kantor Gregor Bartor, der an der Orgel zum Klang der Sprache improvisiert.

„Uns geht es nicht so sehr um das Visuelle“, sagt Gericke. Eine Aussage, die nicht überrascht. Schließlich gehört die Performance zur Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“. Gericke hofft auf eine interessierte Zuhörerschaft, die den Vokalen und Konsonanten, den Orgelpfeifen und der Percussion folgt.

Die Worte stammen im Übrigen alle aus der Feder von Gericke und Wendling. Wendling lässt zudem Bongos, Timbales & Co. sprechen. Alles soll miteinander verwoben sein. Und der Raum? Die Christuskirche? Ist nichts desto trotz ein Faktor für die Performance. Schon weil der Gastgeber ein hilfsbereiter Mensch ist: „Pastor Heisel hat uns angeboten, Kerzen anzuzünden“, meint Gericke. Letztendlich ist der Ort immer ein Faktor für die Wahrnehmung: Ihm entkommen kann nur, wer die Augen schließt.

Die Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ ist Teil des Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“, für das sich diverse Kulturschaffende im Kreis mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg zusammengetan haben. Das Projekt wird im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.

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Unterwegs im Märchenland

Der Möllner Stadthauptmannshof wird zum Märchenland: Vom 27. September bis 3. Oktober begegnen Besucherinnen und Besucher zwischen Apfelgarten und Herrenhaus Wesen und Weisheiten fremder Kulturen. Möglich macht dies die Arbeit von Anna Malten. Die Künstlerin aus Siebeneichen hat für die Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ sechs Audiodateien produziert und auf dem Gelände des Gebäudeensembles verteilt.

 „Es sind sechs Märchen – drei für Erwachsene und drei für Kinder“, sagt Malten. Während es sich bei den Kleinen alles um Zwerge, indianische Welten und Fragen des Glücks dreht, präsentiert Malten den Erwachsenen jeweils eine Geschichte aus dem buddhistischen, dem jüdischen und dem arabischen Kulturkreis.

„Es handelt sich – wenn man so will – um ‚Märchen to go‘, meint Malten. Jede Geschichte sei zwischen fünf und sieben Minuten lang. „Fünf Minuten hat man immer“, findet Malten und ergänzt: „Märchen können ein großes Geschenk sein. Bei meinen Veranstaltungen kommen manchmal Leute auf mich zu, um mir zu sagen, dass sie gerade etwas erfahren haben, was sie einem Märchen niemals zugetraut hätten.“ Manchmal sei sie selbst überrascht, was für ein Zauber von ihren Geschichten ausgehe. „Ich habe den Eindruck Märchen erreichen die Seele.“

Malten ist seit vielen Jahren professionelle Märchenerzählerin. Sie weiß, wie man ein Publikum in den Bann zieht. Jetzt hofft sie, dass möglichst viele Menschen in den Stadthauptmannshof kommen und sich die Märchen unter freiem Himmel anhören. „Diese Form der Märchenpräsentation war für mich eine tolle Möglichkeit, Kultur so zu gestalten, dass sie einem mitten im Leben begegnet.“

Anna Malten. Foto: Kulturportal-Herzogtum.de

Maltens Märchen gehören zur Reihe „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ und sind Teil des Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“, für das sich die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit anderen Kulturschaffenden und Kulturträgern zusammengetan hat.

Zum Auftakt von „Sound Catching – Klänge am Wegesrand“ am 4. September hatte das Künstlerhaus Lauenburg in Kooperation mit der Stiftung zehn audiovisuelle Arbeiten auf der Brachfläche Berliner Straße (Lauenburg) präsentiert. Diese Ausstellung ist mittlerweile digital unter www.kuenstlerhaus-lauenburg.de zugänglich.

Das Projekt „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“ wird im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.

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Tage des Soul, Tage des Swing

Nach langer Pandemie-Pause meldet sich „Jazz in Ratzeburg“ mit einem zweitägigen Festival zurück. Von Freitag, 24. September, bis Sonnabend, 25. September, hat der Verein gleich eine ganze Reihe erstklassiger Künstlerinnen und Künstler in die Domstadt eingeladen. Zum Auftakt am 24. September spielt das „Matti Klein Soul Trio“ in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule (Bahnhofsallee 22). Mit an Bord hat das Ensemble die international erfolgreiche Sängerin Pat Appleton. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Weiter geht es mit den Konzerten auf der Domhalbinsel. Am Sonnabend, 25. September, macht die Bigband der Lübecker Musikschule den Anfang. Ab 14 Uhr präsentieren die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne vor dem Kreismuseum Klassiker des Jazz und Swing sowie Hits aus den Bereichen Soul und Funk.

Im Rokokosaal des Kreismuseums sind es dann ab 15 Uhr Lajos und Kjell, die mit ihrem ungewöhnlichen Zusammenspiel von Klavier und Gitarre das Publikum in den Bann ziehen wollen. Das Duo, das aus Bargteheide stammt, arbeitet seit mittlerweile sieben Jahren zusammen. In der Vita der beiden Musiker stehen der Sieg beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ sowie Auftritte auf großen Festivals wie „JazzBaltica“.

„Samba Zamba“ machen wollen um 16 Uhr die jungen Trommlerinnen und Trommler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums auf der Bühne vor dem Kreismuseum. Rhythmisch gewirbelt, geklopft und geschlagen wird auf Instrumenten wie Marimba und Vibraphon. Zum Einsatz kommt aber auch Selbstgebautes aus Schrott. Die Leitung der rund 20 Schülerinnen und Schüler hat Benjamin Lütke.

Ein Sänger mit großer Swing-Stimme und ein virtuoser Gitarrist geben sich um 17 Uhr in der Galerie Noffke (Domhof 41) ein Stelldichein. Ken Norris und Ulf Meyer teilen die Liebe zum Jazz und möchten sie mit ihrem Programm „Duets“ weitergeben. Norris ist Professor für Vokaljazz an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg. Ulf Meyer ist nicht nur ein extrem fingerfertiger und gefühlvoller Gitarrist, der auf den großen Jazz-Bühnen zu Hause ist. Er hat sich zudem als Komponist einen Namen gemacht.

Dem virtuosen Gesang und Spiel von Norris und Meyer folgt ab 18.30 Uhr vor dem Kreismuseum feurige Musik: Unter dem Motto „Spanish Grooves – Flamenco meets Jazz“ betreten dort Tom Hickstein und Elva La Guardia die Bühne. Das Duo sprengt die Grenzen mehrerer Genres und kreiert aus Flamenco, Pop und Jazz einen eigenen Stil.

Absoluter Höhepunkt des Festivals dürfte schließlich der Auftritt des „Maria Baptist Trios“ sein, das um 20 Uhr im Rokokosaal des Kreismuseums zu hören ist.

Die preisgekrönte Pianistin und Komponistin Maria Baptist hat sich den Ruf als eine „Schlüsselfigur des modernen Jazz“ erarbeitet. Die in Berlin geborene Künstlerin bringt in ihre Kompositionen und Arrangements ein breites musikalisches Spektrum ein. Ihr Schaffen pendelt dabei zwischen Piano solo und Orchester-Sound.

Karten für das „Maria Baptist Trio“ sowie für den Auftritt des „Matti Klein Trios feat. Pat Appleton“ gibt es in der Buchhandlung Weber (Ratzeburg, Herrenstraße 10) oder bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg (Mölln, Hauptstraße 150). Für alle andere Konzerte ist der Eintritt frei.

Mit dem Jazzfestival begeht „Jazz in Ratzeburg“ seinen 20. Geburtstag. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“, für das sich diverse Kulturschaffende im Kreis mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg zusammengetan haben. Das Projekt wird im Programm „Kultursommer 2021“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ gefördert.

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„Jetzt – urbane Kunst!“

Spätestens wenn auf dem Möllner Marktplatz am Sonntag, 19. September, die Dämmerung einsetzt, sollten die dort versammelten Menschen in der Gegenwart angekommen sein. Das jedenfalls ist der Plan, den das Projekt „Jetzt – urbane Kunst“ ersonnen hat.

Ab 20.30 Uhr bringen Künstlerinnen und Künstler in der historischen Kulisse eine Videoinstallation ins Laufen. Computergenerierte Buchstaben- und Wortbewegungen huschen dann über die Fassaden. Sie tauchen auf und verschwinden, lassen Gedanken über die Vergänglichkeit des Daseins aufblitzen und schüren Reflexionen, die sonst womöglich niemals gedacht würden.

Diese Gedanken befeuern, weitertreiben und damit die Atmosphäre verdichten werden Benjamin Lütke (Percussion) und Andreas Krohn (Gesang) sowie die Schauspielerin Sigrid Dettlof, die in die Wortkaskaden hinein zeitgenössische Texte rezitieren wird. Wort für Wort, Ton für Ton, Bild für Bild verschmelzen all die ästhetischen Ausdrucksformen zu einem Licht- und Klangkunstwerk.

Macher der Videoinstallation sind Sabine und Christian Engelhaaf. Für die Tontechnik zuständig ist Björn Steinfeldt. Der Gesamtcharakter des Projekts entspricht einer meditativ angelegten Performance. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich wandelnd auf dem Platz. Es gibt keine festen Sitzplätze.

Finanziert wird das Projekt „Jetzt – urbane Kunst“ mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur“.

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„Wir lassen es so richtig krachen“

Nach dem „Pegasus unplugged“ hat die Kultur-Community nun „das dicke Ding“ – wie sie es selbst nennt – vor der Brust: Am Sonnabend, 4. September, lädt die in der Stiftung Herzogtum Lauenburg organisierte Gruppe zum „Pegasus Waterkant“ auf dem Menzer-Werft-Platz in Geesthacht. Sechs Bands sind dabei – darunter die bundesweit bekannte Combo „Montreal“. Los geht es um 12 Uhr.

Möglich macht „das dicke Ding“ das vom Bund finanzierte Programm „Neustart Kultur“. „Durch diese großzügige Förderung haben wir ganz andere Möglichkeiten als sonst“, sagt Moritz Flint. „Mit so einem Budget konnten und können wir wohl auch künftig nicht unser herkömmliches Pegasus Open Air planen.“

Am 4. September aber schon – und so versucht die Kultur-Community „das Maximum“ herauszuholen, wie Flint es formuliert. Die Bühne beispielsweise wird in Geesthacht größer sein: „Sonst sind es sechs Meter. Jetzt haben wir acht“, sagt Flint. Außerdem habe sich die Gruppe professionelle Planungsunterstützung geholt. „Dadurch können wir uns auf die wesentlichen Dinge wie die Bands konzentrieren.“

Die Bands – das sind neben dem Headliner „Montreal“ die Gruppen „Drunken Swallows“, „Jack Pott“, „Arrested“, die Newcomer „Broken Eardrum“ aus der Lübecker „School of Rock“ und „About Blank“. „Wir zelebrieren den Neustart. Wir lassen es so richtig krachen“, meint Flint. „Es ist das beste Line-up, das das Pegasus je hatte.“ Die Vorfreude ist also groß und die angestaute Energie, nachdem die Pegasus-Macherinnen und Pegasus-Macher monatelang zur Tatenlosigkeit verdammt waren, auch.

Die Jungs und Mädels von der Kultur-Community sind davon überzeugt, dass angesichts dieses Programms aus „Indie, Punkrock und verzerrter Gitarre“ der Funke schnell überspringen wird. Die Voraussetzungen dafür sind auf jeden Fall da: Profi-Firmen aus der Region, die sich etwa um den Bühnenaufbau und die sanitären Anlagen kümmern, sind gebucht. Mit dem Menzer-Werft-Platz wurde ein sehr gut geeignetes Areal gefunden, wobei sich die Stadt Geesthacht als gute Gastgeberin entpuppt hat: „Wir sind von Bürgermeister Olaf Schulze und Julia Dombrowski mit offenen Armen empfangen worden“, betont Flint.

Jetzt muss nur noch das Publikum mitziehen. Die Kultur-Community ist da sehr gespannt. Schließlich ist es für sie das erste Mal, dass sie ein derart großes Event außerhalb Möllns veranstaltet. Aktuell kalkuliert die Gruppe mit 500 Zuschauerinnen und Zuschauern und hofft, dass ihnen die Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht.

Aber selbst darauf wären sie vorbereitet: Mit oder ohne Publikum wird es auf Youtube einen kostenlosen Live-Stream geben. Stand heute hoffen Flint und Team aber auf eine Präsenzveranstaltung. Das entsprechende Hygienekonzept liegt bereits in der Schublade.

Der Eintritt für das „Pegasus Waterkant“ ist frei. Die Veranstaltung ist eine von insgesamt 17 Events im Rahmen des kreisweiten Projektes „Sommerkultur – Schleusen auf für Begegnung“. Anmeldungen werden unter https://ticketareo.de/event/14080 entgegengenommen.

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„Kulturnacht reloaded“

Mehr als 40 Veranstaltungen an mehr als 20 Orten – im Rahmen der 3. Kulturnacht am Sonnabend, 11. September, wird Geesthacht zur Bühne für Musiker, Schauspieler und Kreative. Wie bei der Premiere 2018 ist der Besuch der Veranstaltungen kostenfrei. Ein Unterschied zu den vorangegangenen Kulturnächten: Die Stadt hat bewusst die Geesthachterinnen und Geesthachter zur Mitgestaltung des Programms aufgerufen – zum Programm der „Kulturnacht reloaded – Wir machen auch den Tag zur Nacht“.

„Herausgekommen ist eine Vielfältigkeit, von der wir selber überwältigt sind“, sagt Geesthachts Stadt- und Kulturmanagerin Dr. Julia Dombrowski, die bei der Organisation des Kulturevents den Hut aufhat. Hinter Programmidee und -umsetzung steckt dieses Jahr erstmals ein Team, dem neben Julia Dombrowski auch Bettina Knoop von der Geesthachter Tourist-Information, Kerstin Reinhardt aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Rathauses, Geesthachts Gleichstellungsbeauftragte Anja Nowatzky und Isabel-Sophie Stamer vom Fachdienst Bildung angehören.

Im Juni sind Vereine und Institutionen angeschrieben und der erste Aufruf zum Mitmachen veröffentlicht worden – die Resonanz war groß. „Niemals hätten wir damit gerechnet, dass so viele Personen, die in Geesthacht leben oder arbeiten, einen Beitrag zur Kulturnacht leisten möchten. Nachdem wir alle wegen der Corona-Pandemie so lange Zeit auf Veranstaltungen verzichten mussten, scheint das Bedürfnis nach Kreativität und Austausch unendlich groß zu sein“, sagt Dombrowski. Die Corona-Pandemie sei auch ein Grund für die „reloaded“-Version. Julia Dombrowski: „Wir wollten nach dieser Zeit, in der alle viel verzichtet haben, möglichst viele Personen in die Kulturnacht einbinden. Aufgrund der vielen Rückmeldungen haben wir uns dann entschieden, auch tagsüber schon Programm zuzulassen.“ Besonders freuen wir uns, dass sich auch Kinder und Jugendliche beteiligen, Schulen und Kindertagesstätten bei unserem bunten Kulturfest mit dabei sind.

Mindestens einen Fan hat das Konzept der „Kulturnacht reloaded“ bereits: „Die Kombination aus Programmpunkten von Geesthachter Kreativen und professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region gefällt mir richtig gut. Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wird. Geesthacht ist Vielfalt, Geesthacht ist bunt“, sagt Bürgermeister Olaf Schulze.

Bevor das umfangreiche Programm gesetzt werden konnte, galt es nicht nur, Kontakt mit möglichen Künstlerinnen und Künstlern aufzunehmen. Auch die Veranstaltungsorte mussten gefunden, Inhaber von der Idee überzeugt werden. „Im Schuhhaus Purwin wird beispielsweise das Duo Abendsegler Coversongs spielen, in der Liliepassage werden Drucke, Collagen, Malerei und Fotografien zu sehen sein, auf dem Rathausvorplatz treten beispielsweise die Schrottrommler aus Lüneburg und der Geesthachter Kinderzirkus Salvini auf“, nennt Dombrowski einige Beispiele. Im Rathaus wird darüber hinaus über Fairtrade und die Ziele der Agenda 2030 informiert – denn die Kulturnacht liegt dieses Jahr inmitten der „Fairen Woche“. „Geesthacht ist zertifizierte Fairtrade-Town, darum ist uns das Thema natürlich ein Anliegen. Wir werden darüber informieren, was Fairtrade bedeutet und in welche Bereiche unseres Alltags das Thema hineinspielt“, so die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Reinhard.  

Zudem hat Gleichstellungsbeauftragte Nowatzky Geesthachter Frauen aufgerufen, bei der Kulturnacht ihr Ausstellungsdebüt zu geben. Knapp 30 werden in Kooperation mit der Geesthachter Volkshochschule erstmals ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit präsentieren. Und: Ein Poetry Slammer wird während der Ausstellungszeit durch das Publikum gehen und Texte zum Thema Gleichberechtigung präsentieren.

Das gesamte Programm der Kulturnacht finden Interessierte unter www.geesthacht.de sowie einen QR-Code auf Veranstaltungsflyern einsehbar sein.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ab in den Süden!

Die „BigBandMoelln“ setzt ihre „Dorf-KulTour in alle Himmelsrichtungen“ am kommenden Wochenende fort. Nach der Nord- und Ost-Tour geht es für die Truppe am Sonnabend, 4. September, mit dem „Big-Red-Bus“ in den Süden des Kreises.

Angesteuert werden die Gemeinden Sahms, Hamwarde und Tramm. 15 junge Musikerinnen und Musiker sind an Bord. Im Gepäck hat die Gruppe einen Mix aus Swing-, Rock-, Funk- und Jazz-Titeln, die für Bigbands arrangiert sind.

Das Ensemble startet um 17 Uhr von Mölln aus. Zu den Auftritten werden Klavier und Schlagzeugt vor dem Bus aufgestellt. Der Großteil des Ensembles bleibt für das Konzert aber an Bord.

Die Band spielt um 18 Uhr zunächst vor dem Feuerwehrhaus in Sahms, Auf den Wischhöfen 1a. Von dort aus steuert der „Big-Red-Bus“ in die Mühlenstraße nach Hamwarde (Parkplatz Sportverein). Der Auftritt ist für 19.30 Uhr geplant. Die letzte Station ist Tramm, wo das Konzert um 21 Uhr Auf dem Brink (Dorfmitte an der Kirche) beginnen soll.

Finanziert wird die „Dorf-KulTour in alle Himmelsrichtungen“ mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur“.

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„Pegasus unplugged“ auf der August-Bühne

Die Zeit des Wartens ist vorbei. Am Sonnabend, 28. August, können die Jungs und Mädels von der Kultur-Community der jungen Musikszene im Norden endlich wieder eine Bühne geben. Im Rahmen der August-Bühne organisieren sie ein „Pegasus unplugged“-Festival. Mit dabei sind Bands wie „4Way“ und „Fiasko Entertainment“.

„Eigentlich“, sagt Florian Klein, „hätten wir für das Stadtmarketing die Bühne im Rahmen des Altstadtfestes bespielen sollen. Geplant war, das Pegasus Open Air in die Altstadtbühne einzupassen.“ Daraus wird nun aber nichts, weil das Altstadtfest wie so viele andere Events der Pandemie zum Opfer gefallen ist.

Als Ersatz gibt es nun das Altstadt-Musikfestival des Tourismus- und Stadtmarketings Mölln mit mehreren Konzertveranstaltungen in der Innenstadt: „So kommt es, dass wir auf der August-Bühne im Möllner Stadthauptmannshof vertreten sind“, sagt Klein. „Dafür haben wir das Konzept geändert und machen ein ‚Pegasus unplugged‘. Das heißt, wir setzen auf ruhige Musik.“

Damit steckt die Kultur-Community, die in der Stiftung Herzogtum Lauenburg organisiert ist, mehr als zwei Jahre nach dem letzten Pegasus Open Air mitten in den Vorbereitungen eines großen Musik-Events. Zudem ist ein weiteres, größeres Open Air in Arbeit: Das Pegasus Waterkant, das am 4. September an der Elbe (Menzer-Werft-Platz/Geesthacht) geplant ist.

Es geht also nach langer Pause von 0 auf 100. Kann so was überhaupt ohne Probleme funktionieren? Muss es da nicht hier und da ruckeln? „Nein, das Organisieren solcher Veranstaltungen verlernt man nicht“, sagt Klein. Außerdem habe man – Pause hin oder her – nicht stillgestanden, sich ausgetauscht und weiter geplant.

Ein Problem hat die Gruppe auf anderer Ebene festgestellt. „Durch die Corona-Pause hat sich die Künstlerszene ausgedünnt.“ Es sei schwieriger, Bands zu verpflichten, „die weniger professionell unterwegs sind“. Viele würden sich aktuell nicht auf die Bühne trauen, weil es ihnen an Routine mangele.

Auch deshalb seien ihre Festivals wichtig, findet Klein. „Wir hoffen, dass wir neues Leben in die Szene bringen.“ So wie nach den ersten drei Auflagen des Pegasus Open Air. „Da hat sich eine neue Welle von Künstlerinnen und Künstlern entwickelt. Da hatten wir jedes Jahr mindestens eine neue Band im Line-up.“

Der Eintritt für „Pegasus unplugged“ ist frei.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.