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Nördlich der A24

Ex-Grenzer erinnern sich

Wie war das mit dem Grenzdienst an der innerdeutschen Grenze in den 1980er Jahren? Diese Frage steht am Sonntag, 27. Juni, im Mittelpunkt einer Führung um den Mechower See, zu der das Grenzhus Schlagsdorf einlädt. Dafür hat das Dokumentationszentrum mit Wolfgang May und Jens Strohschein zwei ehemalige Grenzschützer eingeladen. Die Führung startet um 10 Uhr ab dem Grenzhus.

May wuchs in der Bundesrepublik auf und arbeitete für den Bundesgrenzschutz, Abteilung Ratzeburg. Jens Strohschein wurde im Osten groß und diente bei den Grenztruppen der DDR, Grenzkompanie Utecht. Die beiden Männer standen sich also nur wenige Meter Luftlinie gegenüber. Persönlich kennen lernen konnten sie sich schließlich durch den Fall des Eisernen Vorhangs. Ihre erste Begegnung hatten sie bei der Grenzöffnung zwischen Wietingsbek und Schlagbrügge.

Die Wanderung dauert etwa dreieinhalb Stunden. Zurückzulegen ist eine Strecke von rund 9 Kilometern. Das Grenzhus bittet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darum, sich selbst mit Wasser zu versorgen und sich ausreichend vor der Sonne zu schützen.

Foto: Hüfner

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Nördlich der A24

Getanzte Mozart-Improvisationen

Mit einer Reihe getanzter Werke starten am Sonnabend, 26. Juni, die Sommermusiken im Ratzeburger Dom. Tobias Nicolaus spielt zum Auftakt die Große Orgel. Sein Programm umfasst neue und alte Kompositionen von Bach bis Piazzolla. Im Zentrum der Aufführung steht allerdings ein Thema von Wolfgang Amadeus Mozart, für das Nicolaus verschiedene Improvisationen kreiert. In Bewegung umgesetzt wird die Musik von den Leipziger Tänzerinnen Ilka Demmler und Dana Reichmann. Veranstaltungsbeginn ist um 18 Uhr.

Im Verlaufe des Sommers sind diverse namhafte Organisten im Ratzeburger Dom zu Gast. Sie werden die beeindruckende Große Orgel genauso wie die barock anmutende Chororgel im Altarbereich ins Licht rücken. Zu den Organisten gesellen sich mit dem Duo L´Hirondelle zwei junge Gambistinnen. Darüber bringt die Sopranistin Grit Wagner eine Adaption der Wesendonck-Lieder von Richard Wagner zu Gehör und Marlen Herzog führt unter anderem die Vertonung der Versuchungsgeschichte Jesu von Willy Burghard auf. Den Abschluss der Sommermusiken bildet vom 27. bis 29. August die 2. Auflage des „Kleinen Bachfestes“.

Nach den derzeit gültigen Regeln werden alle Konzertbesucher gebeten, ihren Impf-, Genesungs- oder Testnachweis vorzuzeigen und ihre Maske erst am Platz abzunehmen.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Ausstellungen Südlich der A24

„1870/71 Reichsgründung Versailles“

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung eröffnet am Sonntag, 20. Juni, um 11 Uhr im Bismarck-Museum (Friedrichsruh) ihre Sonderausstellung „1870/71 Reichsgründung in Versailles“. Interessierte können das Ereignis am Bildschirm per Live-Stream verfolgen. Publikum ist bei der Eröffnung nicht zugelassen.

Zur Begrüßung spricht der Kuratoriumsvorsitzende Norbert Brackmann. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Hans-Christof Kraus (Universität Passau). Er ordnet die deutsche Reichsgründung von 1871 in die europäische Geschichte ein. Anschließend vermittelt Kurator Dr. Maik Ohnezeit einen ersten Eindruck aus den Ausstellungsräumen im Bismarck-Museum und im Historischen Bahnhof Friedrichsruh.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung erinnert mit der Sonderausstellung „1870/71 Reichsgründung in Versailles“ an den Deutsch-Französischen Krieg und die Gründung des deutschen Nationalstaates vor 150 Jahren. Als besonderer Schicksalsort der deutsch-französischen Beziehungen wird das Schloss von Versailles in den Mittelpunkt gerückt.

Die Ausstellung im Bismarck-Museum ist bis zum 14. November dienstags bis donnerstags jeweils von 10 bis 18 Uhr zugänglich.

Zu sehen ist die Ausstellung ist bis zum 14. November (Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr, Eintritt vier Euro).

Da sich aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln nur wenige Menschen gleichzeitig in den Räumen aufhalten dürfen, wird diese Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh live gestreamt. Im Museum selbst ist kein Publikum zugelassen.

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Ausstellungen Nördlich der A24

„Unerkannt durch Freundesland“

Mit verbotenen Reisen im Herrschaftsbereich der untergegangenen Sowjetunion befasst sich die Ausstellung „Unerkannt durch Freundesland“, die am Sonnabend, 19. Juni, um 16 Uhr im Grenzhus Schlagsdorf eröffnet wird.

Die Schau erzählt von DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern, die mit einem Transitvisum für zwei Tage zu wochenlangen Entdeckungs- und Abenteuerreisen durch die Sowjetunion starteten. Sie ignorierten die gesetzlichen Regeln und Sicherheitsbestimmungen in der Diktatur und setzten dagegen auf Gastfreundschaft und die Schlupflöcher in diesem Riesenreich. Da für viele DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürger die kapitalistischen Länder im Westen versperrt waren, konnte die Sehnsucht nach Bergsteigen im Hochgebirge, Strandurlaub unter Palmen oder endlose Waldwildnis nur im fernen Osten befriedigt werden.

Der Kaukasus, die Krim oder Sibirien boten dafür Erlebnisräume, nur waren dafür die Einreisebestimmungen zu ignorieren und ein Verzicht auf Reisekomfort zu leisten. Neben einzigartigen Naturerlebnissen erlebten die Reisenden auch die Widersprüche in diesem Land, lernten eine unglaubliche Gastfreundschaft kennen, aber auch die Propagandabilder von der Realität zu unterscheiden. 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion ist die Ausstellung auch eine Zeitreise in eine untergegangene Welt.

In der Ausstellung zeigen damalige Protagonistinnen und Protagonisten ihre Fotos, erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Bis heute wirken diese Reisen bei den Beteiligten nach – das machen die rückblickenden Einschätzungen deutlich. Sie erzählen auch eine Geschichte des Eigensinns im Leben unter diktatorischen Verhältnissen.

Zur Ausstellungseröffnung sind Markus Meckel, letzter Außenminister der DDR, Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommer und Cornelia Klauß, Kuratorin der Wanderausstellung und des Kataloges zur Ausstellung, zu Gast. Zudem sorgt Ekkehard Maaß für den musikalischen Rahmen. Vor Ort sind überdies ehemalige Reisende.

Eine Anmeldung unter info@polmem-mv.de ist unverzichtbar. Zudem ist ein gültiger Negativtest oder der Nachweis einer Impfung gegen das Corona-Virus beziehungsweise der Beleg einer Gesundung nach einem Infekt mitzubringen. Außerdem ist eine Nachweisführung über Besucherdaten notwendig, entweder schriftlich oder per Luca-App.

Die Ausstellung im Grenzhus Schlagsdorf, Neubauernweg 1, ist bis zum 26. September montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto: Robert Conrad

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Nördlich der A24

Kurz notiert – unterwegs im Nordkreis

Stadtrundgang: Die Tourist-Information Ratzeburg lädt am Sonnabend, 19. Juni, zur Stadtführung. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr vor der Alten Wache am Markt. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 18. Juni, um 16 Uhr zwingend erforderlich. Anzugeben sind per Mail unter tourist-info@ratzeburg.de oder per Telefon unter der Rufnummer 04541-8000886 die persönlichen Kontaktdaten. Während der Führung müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung können bis zu einer Gruppengröße von 25 Teilnehmern Gebäude auch von innen besichtigt werden, darüber hinaus nicht mehr. Änderungen sind durch neue Verordnungen vorbehalten.

Kulturzeit: Zu ihrem 25. Todestag widmet sich Kulturzeit im Offenen Kanal Lübeck am Sonntag, 20. Juni, ein weiteres Mal der Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald. Die Sendung beginnt um 17 Uhr. In deren Mittelpunkt stehen die schönsten Duette, die sie mit Louis Armstrong gesungen hat. Die Live-Mitschnitte stammen aus den Jahren 1956 und 1957. Die Sendung wird am Dienstag, 22. Juni, um 9 Uhr wiederholt. Zu empfangen ist Kulturzeit unter UKW-Frequenz 98,8 MHz, auf DAB+ und im Internet unter www.okluebeck.de.

Naturerlebnisse: Zu zwei Naturpark-Veranstaltungen lädt der Kreis Herzogtum Lauenburg ein. Am Sonnabend, 19. Juni, steht in Lankau zunächst ein „Walderlebnis für kleine und große Baum-Fans“ auf dem Programm. Am Sonntag, 4. Juli, startet dann in Behlendorf eine große Sommerwanderung. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht es dann durch die pulsierende Natur. Zudem erfahren sie auf der Tour einiges über keltische Jahresfest. Anmeldungen werden unter Tel. 04541-861537 oder per Mail unter rosen@kreis-rz.de entgegengenommen. Weitere Veranstaltungen und Infos gibt es unter www.naturpark-lauenburgische-seen.de.

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Nördlich der A24

„Unterwegs mit Kranichen“

Die Flugroute der Kraniche steht am Freitag, 18. Juni, in der „Altern Schule“ am Müllerweg im Fokus. Der preisgekrönte Fotograf Dieter Damschen ist den Vögeln durch Europa gefolgt und präsentiert in Klein Zecher faszinierende Aufnahmen der Tiere. Sein Lichterbildervortrag im Rahmen des KulturSommers am Kanal beginnt um 19 Uhr.

„Unterwegs mit Kranichen“ hat Damschen seine Fotosammlung überschrieben. Er hat Bilder aus dem Winterquartier in Spanien mitgebracht, Aufnahmen vom Frühjahrszug nach Skandinavien gemacht und ist den Vögeln in den Norddeutschen Brutgebieten gefolgt, wo sie im Herbst in großer Anzahl zusammen kommen – etwa in Mecklenburg-Vorpommern oder im Linumer Bruch.

Neben den teilweise preisgekrönten Aufnahmen von Kranichen eröffnet der Vortrag einen Blick hinter die Kulissen und kombiniert Informationen über die Vögel mit unterhaltsamen Begebenheiten zur Entstehung der Bilder. Seit 2003 lebt und arbeitet Damschen, gebürtiger Niederrheiner, im Niedersächsischen Wendland. Arbeitsschwerpunkt ist neben dem Kranich die Norddeutsche Natur. Im Jahr 2007 erhielt er den Titel „Naturfotograf des Jahres“ der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen.  

Anmeldung für den Vortrag nimmt die Stiftung Herzogtum Lauenburg unter der Telefonnummer 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de entgegen.

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Nördlich der A24

„Begegnung im Park“

Die Künstlerin Marianne Schäfer öffnet am Sonnabend, 19. Juni, und Sonntag, 20. Juni, ihren Skulpturengarten in Koberg (Koppelkaten 5). Zwischen 12 und 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher im Rahmen des Kultursommers am Kanal ihre Werke bewundern. Darüber hinaus lädt sie am Sonnabend zu einem literarisch-musikalischen Event. Die Hamburger Flötistin spielt ab 17 Uhr einige Stücke und liest aus Herbert Rosendorfers „Begegnung im Park“.

Zu bewundern gibt es zudem die Figur „Ich hatte einen Traum“ (Foto). Vor dem Hintergrund dieses Kunstwerks haben Gäste die Möglichkeit, ihren Traum in Form eines kleinen Zettels an einen Pfahl zu heften.

Anmeldungen für den Auftritt von Flötistin Rabe am 19. Juni werden unter info@stiftung-herzogtum.de oder per Telefon unter der Rufnummer 04542-87000 entgegengenommen. Für diese Veranstaltung müssen sich die Besucherinnen und Besucher eine Sitzgelegenheit mitbringen.

Der Skulpturengarten von Marianna Schäfer ist auch am Sonntag, 27. Juni, geöffnet. Dann sogar eine Stunde länger – und zwar von 12 bis 19 Uhr.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Friedhöfe als Orte des Lebens

Dank der Reihe „Klang im ewigen Garten“ sind auch die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Propstei Lauenburg beim 16. KulturSommer am Kanal mit von der Partie. Zwischen dem 12. Juni und dem 3. Juli wird es neun Konzerte auf den Friedhöfen des Kreises geben. Unter freiem Himmel dürfen sich die Besucherinnen und Beuscher auf klassische Werke von Bach oder Tschaikowsky, aber auch auf Musicalklänge und Musik aus dem Barock und der Romantik freuen. Veranstaltungsorte sind Wentorf (12. Juni), Schnakenbek (13./27. Juni), Lauenburg (19. Juni), Geesthacht-Oberstadt (25. Juni), Aumühle (26. Juni), Hamwarde (26. Juni) und Siebeneichen (2. Juli).

Entstanden ist die Idee für die Friedhofskonzerte bei Bernd Jacob, dem Friedhofsbeauftragten des Kreises. „Es ist ihm ein Anliegen, Friedhöfe nicht nur als Ort des Trauerns, sondern auch als Orte für die Lebenden zu etablieren“, erklärt Anja Nitz, die im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg für das Thema „Kultur & Kirche“ zuständig ist. In Gesprächen mit den Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern sei diese Idee dann gewachsen, so Nitz. „Es gab einen großen Konsens darüber, dass Menschen jetzt Sehnsucht nach Schönheit und Leichtigkeit haben“, so Nitz.

Es muss natürlich nicht immer die Musik sein, wenn es darum Schönheit und Leichtigkeit zu erleben. Manchmal lässt schon ein ausführlicher Spaziergang die Seele tanzen. Dies haben der KulturSommer und die Kirche im Blick, wenn sie am Sonntag, 27. Juni, die Menschen zu einem kulturellen Pilgertag einladen. Dieser führt auf dem Jakobsweg „Via Scandinavica“ von Büchen nach Schnakenbek. „Geh bis an deiner Sehnsucht Rand“ ist der Titel der Wanderung. An verschiedenen Stationen entlang des Weges erwarten die Wandernden kulturelle Stationen.

„Ich finde es faszinierend, hier vor unserer Haustür in Verbindung treten zu können mit der alten Tradition des Sich-auf-den Weg-machens“, so Anja Nitz. Die „gemächliche“ Wanderung ist rund 15 Kilometer lang und bietet viele Möglichkeiten zum Innehalten, zum Beispiel im Pastoratsgarten in Lütau. Wer mitwandern möchte, muss sich unter info@kultursommer-am-kanal.de anmelden.

Die Konzerte der Reihe „Klang im ewigen Garten“ dauern zwischen 30 und 45 Minuten. Der Eintritt ist frei. Spenden sind aber willkommen. Die einzelnen Termine sowie weiterführende Informationen finden Interessierte unter https://kultursommer-am-kanal.de/termine/.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Text: KP/Oliver Pries

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Nördlich der A24

Kurz notiert – unterwegs im Nordkreis

Ella-Erinnerungen: Zum 25. Todestag von Ella Fitzgerald sendet Kulturzeit aus Ratzeburg (Offener Kanal Lübeck) am Sonntag, 13. Juni, um 17 Uhr einen Beitrag über ihr Leben. Eine Wiederholung ist für Dienstag, 15. Juni, um 9 Uhr geplant. Zudem präsentiert Kulturzeit dann am Abend ab 22 Uhr die Liveaufnahme „Ella in Berlin“. Dabei handelt es sich um ein Konzert, das im Februrar 1960 in der Deutschlandhalle (West-Berlin) stattfand. Zu empfangen ist Kulturzeit unter UKW-Frequenz 98,8 MHz, auf DAB+ und im Internet unter www.okluebeck.de.

Nachtspaziergang: Zu einem Spaziergang im Laternenschein bittet am Freitag, 18. Juni, Ratzeburgs Nachtwächter Klaus Lankisch. Ab 19.30 Uhr führt er Besucher durch die Straßen und Gassen seiner Heimatstadt. Treffpunkt ist die Alte Wache auf dem Marktplatz. Eine Anmeldung unter Angaben der Kontaktdaten ist bis spätestens 16 Uhr am Veranstaltungstag erforderlich. Die Tourist-Information Ratzeburg ist per Mail unter tourist-info@ratzeburg.de oder unter der Telefonnummer 04541-8000886 erreichbar.

Naturparkführung: Zu einer Naturparkführung auf dem Groß Zecher Werder lädt am Sonntag, 13. Juni, Waldpädagoge Walter Plötz. Im Mittelpunkt der Tour steht das Thema Nachhaltigkeit. Anmeldungen werden unter Tel. 04541-861537 oder per Mail unter rosen@kreis-rz.de entgegengenommen.

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Südlich der A24

Eventmanagerin für die südliche Propstei

Verbindungen schaffen – das ist die Aufgabe von Anja Nitz. Seit drei Monaten ist sie im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg beauftragt, Kultur und Kirche zusammenzuführen. Mit Friedhofskonzerten im südlichen Lauenburg startet sie nun ihr erstes großes Projekt.

Für die neue Stelle mit dem sperrigen Titel „Projektentwicklung Kultur und Kirche für die südliche Propstei Lauenburg“ bringt Anja Nitz eine profunde Vorbildung mit. Denn die 53-Jährige kennt die Abläufe im kulturellen Bereich in- und auswendig. Nach zwei Diplomen als Bühnen- und Kostümbildnerin hat die gebürtige Hamburgerin an diversen Bühnen gearbeitet: Sie war schon am Nationaltheater Mannheim, an der Oper Leipzig, an der Semperoper in Dresden oder auch am Opernhaus in Passau tätig. Außerdem hat sie eine Eventagentur geleitet und Flüchtlingen Deutsch beigebracht.

Und auch viele geistliche Stationen finden sich in der Vita von Anja Nitz. „Mit 20 bin ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten“, erklärt sie. Gottesdienste, sagt sie, hätten sich damals für sie wie eine Amtshandlung angefühlt. Zehn Jahre war Anja Nitz dann Mitglied in einer Freikirche, bevor sie eine „geistliche Pause“ eingelegt hat. Es waren vor allem zwei Dinge, die sie dabei umgetrieben haben. „Ich fühle mich nicht fertig“, sagt sie. „Ich suche immerzu etwas.“ Zudem, sagt Anja Nitz, läge es in der Natur eines Künstlers, Fragen stellen zu dürfen. Wenn das nicht mehr erwünscht war, ist Anja Nitz weitergezogen. Seit zwei Jahren ist sie nun wieder Mitglied in der evangelischen Kirche.

Angekommen ist sie nun auch im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Ihre Stelle, die kurz „Kultur & Kirche“ genannt wird, ist angesiedelt im Süden des Kreis, genauer in Lauenburg. Dort könnte das kulturelle Angebot breiter gefächert sein, findet sie. Deshalb war die Vernetzung auch ihre erste Amtshandlung. „Ich habe einfach alle Pastoren und Kirchenmusiker im Umkreis angeschrieben“, erzählt sie. „Ich wollte die Träume und Wünsche der Gemeinden in Bezug auf Kultur hören“, erklärt sie. Denn das „Zusammen“ sei ihr besonders wichtig.

Und Anja Nitz hat Mitbegeisterte gefunden. Zum Beispiel in Bernd Jacob, dem Friedhofsbeauftragten des Kreises. Mit ihm hat sie die Reihe „Klang im ewigen Garten“ entwickelt. Kirchenmusiker werden vom 12. Juni bis zum 3. Juli Konzerte spielen auf den Friedhöfen des südlichen Kreises. „Es geht darum, das Leben zu genießen“, so Anja Nitz. Denn Friedhöfe seien nicht nur Orte der Trauer, sondern können auch Oasen der Begegnung sein, findet die Projektentwicklerin. „Klang im ewigen Garten“ entstand in Zusammenarbeit mit der beliebten Reihe „Kultursommer am Kanal“. Die Termine sind auf https://kultursommer-am-kanal.de/ zu finden.

Und auch die zweite große Veranstaltung hat Anja Nitz bereits angekündigt. „Geh bis an deiner Sehnsucht Rand“ heißt der Kulturpilgertag auf dem Jakobsweg „Via Scandinavica“, der am Sonntag, 27. Juni, stattfindet. Die Wanderung startet um 10 Uhr in Büchen und führt die Teilnehmer auch entlang dreier kultureller Stationen, bei der sie Texte und Musik erwarten. „Mit der Pilgerreise für einen Tag sind Sie unterwegs in einer Tradition von Suchenden“, heißt es in der Projektbeschreibung. Auch diese Veranstaltung entstand in Kooperation mit dem „Kultursommer am Kanal“. Die erste starke Verbindung ist geschaffen.

Text + Foto: Oliver Pries

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.