Das erste Konzert auf der Deutschlandtour, direkt von New York nach Mölln!
Die Mitglieder der Band leben in New York City. Ihre Liebe gehört dem Bluegrass. Eigenkompositionen wechseln mit Bekanntem ab, zum Repertoire gehören unter anderem Stücke von Woody Guthrie. Tolles Dobro-Spiel und Weltklasse-Mundharmonika ergeben in ihrer instrumentalen Virtuosität eine energetische Dynamik, die direkt in die Beine geht. Und auf jeden Fall macht die Band Lust auf alles, was an Spirit und Spaß dazugehört.
Nähere Informationen finden Sie unter www.colequest.com Das Konzert ist eine Kooperation mit dem Förderverein Möllner Folksfeste e.V.
Ratzeburg – Am Freitag, 26. Juni, singt der Thomanerchor Leipzig um 19 Uhr im Ratzeburger Dom. Dieser Chor ist einer der berühmtesten Chöre überhaupt. Das liegt zum einen an seinem außerordentlichen Klang, der seit knapp fünf Jahren von seinem Leiter Andreas Reize profiliert wird, und zum anderen an seiner über 800-jährigen ununterbrochenen Existenz, die weit vor der Wirksamkeit des bedeutensten Thomaskantors Johann Sebastian Bach einsetzte. Der Thomanerchor bringt in zuverlässiger Regelmäßigkeit Kantaten J. S. Bachs in Gottesdiensten und Motettenaufführungen der Leipziger Thomaskirche zum Klingen, in denen darüberhinaus Chorwerke aus vielen Epochen bis hin zu Uraufführungen zu hören sind. Aus diesem Repertoire ist auch das Programm zusammengestellt, das der Chor auf seiner diesjährigen Sommerreise u.a. im Greifswalder, Güstrower und Ratzeburger Dom singt. Der Thomanerchor wird begleiten vom Thomasorganisten Johannes Lang. Eintrittskarten für das Ratzeburger Konzert verkauft die Buchhandlung Weber in der Herrenstraße 10 in Ratzeburg.
Hzgt. Lauenburg – Bis zum 15. November können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit der MuseumsCard kostenlos mehr als 130 Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildungsorte in Schleswig-Holstein besuchen. Auch Inhaberinnen und Inhaber der Jugendleiter-Card haben mit der MuseumsCard freien Eintritt. Die MuseumsCard wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. 2006 nahmen 19 Museen an der MuseumsCard teil, in diesem Jahr sind es über 130 Museen. Martina Harand, stellvertretende Referatsleitung Kulturelle Bildung vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur und Gyde Opitz, Abteilungsleiterin Kommunikation und Gesellschaftliches Engagement des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, überreichten heute die ersten MuseumsCards. Die Schüler*innen der Klasse 5a der Jungmannschule aus Eckernförde nahmen sie bei einem Besuch des Museums Eckernförde entgegen. Da die Kulturministerin Dr. Dorit Stenke nicht anwesend sein konnte, überbrachte Martina Harand die Glückwünsche: „Glückwunsch zum 20sten! Die MuseumsCard war vor 20 Jahren eine hervorragende Idee, um junge Menschen für kulturelle Bildungsorte zu begeistern – und das ist sie bis heute. Museen machen Geschichte, Kunst und Wissenschaft erlebbar und begreifbar. Sie haben die Kraft, Kinder und Jugendliche staunen zu lassen und ihre Neugier zu wecken. Je früher junge Menschen diese Lernorte kennenlernen, desto selbstverständlicher werden sie Teil ihres Lebens. Mit der MuseumsCard möchten wir sie hineinziehen in diese Welt und bieten ihnen – unabhängig vom Einkommen der Eltern – einen niedrigschwelligen Zugang zu kultureller Bildung. Deshalb hat das Land dieses Angebot mit initiiert und unterstützt gemeinsam mit anderen Partnern dabei, Kultur für alle jungen Menschen erlebbar zu machen. Im besten Fall ist es eine Beziehung fürs Leben.“ Auch die Sparkassen in Schleswig-Holstein sind von Beginn an Partner und Förderer der MuseumsCard. „Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an Bildung und Kultur zu ermöglichen, liegt uns besonders am Herzen und wir engagieren uns in diesem Bereich auf vielfältige Weise. Die MuseumsCard ist eines unserer langjährigsten Projekte und wir sind nach wie vor aus Überzeugung mit dabei. Nun gibt es sie seit 20 Jahren, aber sie ist keineswegs ‚in die Jahre‘ gekommen, sondern hat sich immer weiterentwickelt- inhaltlich, technisch – und ist mit ihren Angeboten und der Ansprache der Kinder- und Jugendlichen, es gibt sie z.B. als App, eng an der Zielgruppe“, so Gyde Opitz. 200.000 Karten sind dieses Jahr in Sparkassen, Museen, Büchereien, Jugendverbänden, beim Landesjugendring sowie in vielen Tourist-Informationen erhältlich. Alternativ kann die MuseumsCard als WebApp unter meine-museumscard.de genutzt werden. Jochen Wilms, Vorsitzender des Landesjugendrings, freut sich über das Gewinnspiel der MuseumsCard: „Mit der MuseumsCard gibt es in diesem Jahr wieder etwas zu gewinnen! Wer drei Stempel auf der MuseumsCard sammelt oder auf der Website drei QR-Codes in den Museen scannt, kann eine Übernachtungsreise oder Sachpreise gewinnen.“
Diese fünf Museen und Kulturorte nehmen 2026 erstmals teil:
Burger Waldmuseum
Museum Helgoland
KOLK 17 Figurentheater & Museum
Heimatmuseum Hanerau-Hademarschen
Storm-Haus Husum
An zwei Tagen in den Herbstferien, dem 15. und 22. Oktober, gilt die MuseumsCard auch als Fahrkarte bei NAH.SH, dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein: An diesen Aktionstagen können mit der MuseumsCard alle Busse und Bahnen des Nahverkehrs im gesamten Bundesland kostenlos genutzt werden. Dr. Dorothee Bieske, Museumsleitung im Museum Eckernförde und Vertreterin des Gastgebermuseums blickt voller Vorfreude auf den Start in das MuseumsCard-Jahr: „Für mich ist die MuseumsCard eine Chance, dass alle Kinder und Jugendliche an Kunst, Kultur und Geschichte herangeführt werden können. Das Museum Eckernförde beteiligt sich seit Beginn an der MuseumsCard, also nun schon 20 Jahre. In unserem Museum können junge Besucher die lokale Stadt- und Kulturgeschichte kennenlernen, sie erfahren damit auch etwas über die eigene Heimat und Geschichte. Man kann vieles selbst entdecken oder sich bei Führungen und Aktionen spielerisch erarbeiten. Ein Quiz für Kinder und Jugendliche, das jede und jeder mitmachen kann, gibt dabei Orientierung und funktioniert wie eine kleine Rallye mit vielen Entdeckungen.“ Dr. Stefanie Janssen, Geschäftsführerin des Museumsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg e. V.: „Museen sind nicht nur Orte des Lernens und Staunens, sondern auch Orte zum Spaßhaben in einer besonderen Umgebung. Zu dem runden MuseumsCard-Geburtstag empfehle ich allen Kindern und Jugendlichen sich mit dieser Karte Museen mit der Idee anzugucken, dort vielleicht einen eigenen ganz besonderen Geburtstag mit der Familie und befreundeten Kindern zu feiern.“ Die MuseumsCard wird vom Landesjugendring Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, den schleswig-holsteinischen Sparkassen, dem Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg sowie dem Nahverkehr Schleswig-Holstein durchgeführt. Das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur und die schleswig-holsteinischen Sparkassen finanzieren die Aktion gemeinsam. Alle Informationen rund um die MuseumsCard-Aktion finden Interessierte auf der MuseumsCard-Website www.meine-museumscard.de.
Stadtführung durch Lauenburgs Einkaufswelt der Nachkriegszeit
Lauenburg/Elbe – Bevor Einkaufszentren, Online-Shops und Lieferdienste den Alltag bestimmten, spielte sich das Leben in Lauenburgs Geschäften direkt vor der Haustür ab. Die Stadtführung „Lauenburg als Einkaufsstadt von 1945 bis 1970“ lädt dazu ein, in die Zeit des Wirtschaftswunders einzutauchen und die Einkaufswelt vergangener Jahrzehnte neu zu entdecken.
Am 14. Juni 2025 ab 14:30 führt der Rundgang durch die historische Altstadt und entlang der Elbstraße, die einst das pulsierende Zentrum des Lauenburger Einzelhandels war. Zwischen Bäckerei, Fleischerei, Schuhgeschäft und Kolonialwarenladen spielte sich der Alltag der Menschen ab – und genau diese Geschichten stehen im Mittelpunkt der Führung.
Mit zahlreichen Anekdoten und Erinnerungen vermittelt die Stadtführerin ein lebendiges Bild davon, wie Einkaufen in den Nachkriegsjahren funktionierte. Wo wurde eingekauft? Welche Geschäfte waren besonders beliebt? Und welche Waren galten damals als etwas ganz Besonderes? Die Antworten darauf machen den Rundgang zu einer unterhaltsamen Zeitreise für Einheimische und Gäste gleichermaßen.
Ein Tipp für alle Generationen:
Ob Zeitzeugen, Nachgeborene oder Shopping-Queens im Unruhestand – diese Stadtführung zeigt: Geschichte kann glänzen, wenn man sie liebevoll aufpoliert!
Mölln – Am Freitag, 19. Juni, findet in der Cafeteria des BBZ um 18Uhr das integrative Tanzhaus statt. Hier kann man tatsächlich einfach lostanzen: Die wunderschöne Musik von Trio Saitenbalg trägt rhythmisch gut durch die Tänze und Matthias Sander erklärt mit Leichtigkeit und Sicherheit – hier wird bestimmt keiner einen Knoten in die Füße kommen. Selbstverständlich kann man zu dieser Veranstaltung auch ohne Tanzpartner/Tanzpartnerin kommen – das ist das Besondere an den Folktänzen. Wer es kennt, weiß, wie schön es ist – und allen anderen sei gesagt: Kommt vorbei und probiert es aus! Zur Stärkung werden Würstchen mit Brot angeboten. Foto: Butz
Am Samstag, den 20. Juni 2026, um 15 Uhr, wird im Amtsrichterhaus Schwarzenbek die diesjährige Ausstellung „Forum Junge Kunst“ eröffnet. Bereits zum vierten Mal bietet das Projekt jungen Kunstschaffenden aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg die Möglichkeit, ihre Arbeiten öffentlich zu präsentieren. Die Ausstellung ist Teil des KulturSommers am Kanal und bis zum 27. Juni zu sehen.
Auch in diesem Jahr sind wieder ganz unterschiedliche Kunstformen vertreten. Zu sehen und zu erleben sind unter anderem Malerei, Zeichnung, Fotografie, digitale Kunst, Stop-Motion-Projekte, Musik und weitere kreative Arbeiten junger Menschen zwischen 10 und 24 Jahren.
Dabei treffen bekannte Teilnehmende auf neue Gesichter. Die Sängerin Amy ist bereits seit dem ersten Forum Junge Kunst im Jahr 2023 dabei. Auch Jan („Nixon“), der seit 2024 regelmäßig teilnimmt, präsentiert erneut seine Arbeiten. Seine Schwerpunkte liegen inzwischen vor allem im digitalen Zeichnen, außerdem beschäftigt er sich mit Animation und Comicprojekten. Neu dabei ist unter anderem Berre, die sich in ihren Arbeiten mit arabischer Kalligrafie beschäftigt und dabei persönliche sowie kulturelle Einflüsse einfließen lässt.
Beim Vorbereitungstreffen Ende Mai kamen die beteiligten Jugendlichen im Amtsrichterhaus zusammen. Gemeinsam wurden Werke vorgestellt, Ideen ausgetauscht und Überlegungen zur Gestaltung der Ausstellung besprochen. Für viele Teilnehmende ist dabei nicht nur die Ausstellung selbst wichtig, sondern auch der Austausch mit anderen jungen Menschen, die sich kreativ betätigen.
Genau darum geht es beim Forum Junge Kunst seit Beginn: jungen Menschen einen Raum zu geben, in dem sie ihre Ideen zeigen können – ohne Jury, ohne Wettbewerb und ohne Bewertung. Jede und jeder kann teilnehmen, unabhängig davon, ob bereits Ausstellungserfahrung vorhanden ist oder nicht.
Die Ausstellung gibt zugleich Einblicke in die Themen und Perspektiven, die junge Menschen heute bewegen. Persönliche Erfahrungen, kulturelle Einflüsse und individuelle Interessen spiegeln sich in den Arbeiten wider und zeigen die Vielfalt jugendlicher Ausdrucksformen.
„Wir freuen uns, dass das Forum Junge Kunst inzwischen zum vierten Mal Teil des KulturSommers am Kanal ist und erneut so viele junge Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet dabei sind“, sagt das Organisationsteam. „Gerade die Offenheit des Projekts macht es besonders. Hier geht es nicht darum, wer die beste Arbeit zeigt, sondern darum, jungen Menschen Raum für ihre Ideen und Kreativität zu geben.“
Zur Vernissage am 20. Juni werden alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler vor Ort sein. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, die jungen Kunstschaffenden kennenzulernen, mit ihnen über ihre Arbeiten ins Gespräch zu kommen und einen Einblick in ihre kreativen Projekte zu erhalten. Neben den ausgestellten Werken und musikalischen Beiträgen bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch mit den Beteiligten.
Termine
Vernissage: 20. Juni 2026, 15 Uhr
Ausstellung: 21. Juni sowie 23. bis 26. Juni 2026, jeweils 15 bis 18 Uhr
Finissage: 27. Juni 2026, ab 15 Uhr (für Künstler*innen und geladene Gäste)
Das Forum Junge Kunst wird von der Kulturabteilung der Stadt Schwarzenbek und dem Jugendzentrum YOUZ Schwarzenbek in Zusammenarbeit mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Stadtjugendpflege Lauenburg organisiert. Die Ausstellung ist Teil des KulturSommers am Kanal.
30 Jahre Avantgarde-Festival Schiphorst: Hören als Haltung
Schiphorst – Drei Tage, ein ehemaliger Bauernhof, dreißig Jahre Experiment. Was 1996 als „Sommersonnenwenden-Fete“ begann, hat sich zu einem der eigenwilligsten Festivals im deutschsprachigen Raum entwickelt. Mitgründer Jean-Hervé Péron erinnert sich an die Anfänge als eine Woche „irgendwo zwischen arabischen Nächten und industrieller Brachlandschaft“ – ein Ort nicht nur für Musik, sondern für alle Künste, für Improvisation im weitesten Sinne. Das Avantgarde-Festival Schiphorst feiert in diesem Sommer vom 19. bis 21. Juni sein dreißigjähriges Bestehen. Und es bleibt sich treu: alles wie immer, also alles wieder anders.
Freitag: zwischen Käuzchen und Metallschrott
Den Auftakt machen KOU aus Frankreich mit ausgeruhten, verstolperten Tönen – durch die gelegentlich ein Käuzchen ruft. Hugging aus Berlin nehmen Metal auseinander und bauen ihn überraschend zärtlich neu zusammen. Der Musiker und Videokünstler Valle Döring zeigt, was eine über hundert Jahre alte Pumporgel voller Mikrofone heute zu erzählen hat. Das Hamburger Bunte Luft Trio reist mit Baritonsaxophon, modularem Synthesizer und vietnamesischer Kastenzither an; Monita Wagma legt auf.
Foto: AnasAboura
Krautrock trifft sich in Schiphorst
Dass Embryo in diesem Jahr zum ersten Mal beim Avantgarde-Festival auftreten, ist mehr als eine Programmnotiz. Beide Bands – Embryo wie FaUSt – werden unter dem Label Krautrock geführt und stehen für eine Haltung, die Experiment über Genre stellt. Beide verbindet außerdem ein Generationenwechsel: Marja Burchard führt Embryo weiter, die Band ihres Vaters Christian Burchard – eine Formation, die nie aufgehört hat zu touren und sich zu verändern. Jeanne-Marie Varain, Tochter von Jean-Hervé Péron, hat die künstlerische Leitung des Festivals seit 2014 inne. Dass diese beiden Bands nun erstmals gemeinsam auf einem Festival zusammenkommen, das von Töchtern seiner Gründergeneration geprägt wird, ist kein Zufall – es ist Kontinuität als Programm.
Foto: Paul Günter
Samstag: Ein Festival, das zuhört
Der Samstag steht ganz im Zeichen des aktiven Hörens – eine Hommage an ein Publikum, das seit dreißig Jahren durch seine Art des Zuhörens einen Raum geschaffen hat, der so selten zu finden ist. Er beginnt mit einer Einführung und einem Workshop von Femke Dekker (Loma Doom), die ihr Buch Open Field Listening Station gerade veröffentlicht hat. Luciana Rizzo aus Buenos Aires und Katarzyna Karpowicz aus Warschau setzen das mit ihren Soundforschungen fort. AGF (Antye Greie-Ripatti) fragt in ihrer Arbeit, wie sozialer Raum entsteht und behauptet wird. Hanna Eimermacher und Frauke Aulbert sind als Physical Listening Club zu erleben. Den Abend gestalten der Copenhagen Clarinet Choir, der zwischen Kontemplation und Explosion pendelt, und das Andromeda Mega Express Orchestra (Deutscher Jazzpreis 2021). Dazu kommt der europäische Ableger des kanadischen Growlers Choir, der Heavy Metal und experimentelle Musik zusammendenkt. „Es ist mir eine große Freude, das Hauptprogramm zu kuratieren und die Dynamiken der Tagesabläufe zu gestalten“, sagt Jeanne-Marie Varain. „Das Programm wird immer wieder durch Aktionen und Ungeplantes durchdrungen – ich kann selbst nicht genau sagen, wie die Couleur des Festivals sein wird. Das ist ein Riesenspaß, auch für mich.“
Foto: Malthelvarsson
Sonntag: Jubiläum als Happening
Den Festivalsonntag gestaltet Jean-Hervé Péron ganz im Geist der Gründerjahre – und das heißt: Die Grenze zwischen Bühne und Publikum löst sich auf. Der Vormittag beginnt im Hof mit Jazz, wandert dann auf die Hauptbühne, wo Péron Stücke aus MOI vorstellt – seinem ersten Soloalbum, das im September erscheint und wenige Wochen zuvor in Schiphorst aufgenommen wurde. Zwischendurch betritt Thomas Otto, Zaubererkünstler, den Hof – und wer aufmerksam ist, versteht vielleicht, warum der Kiosk an diesem Morgen nur eine Aufgabe hat. Den Abschluss bildet, wie es inzwischen Tradition ist, ein spontaner Chor aus dem Publikum. „Jetzt, drei Jahrzehnte später, bauen, improvisieren und erfinden wir weiter“, schreibt Péron – „nicht, um in der Vergangenheit zu schwelgen, sondern um den Geist lebendig zu halten.“
Foto: Tammo Möller
Rahmenprogramm
Auf dem Heuboden kuratiert das Brandenburger NNOI-Festival ein Kurzfilmprogramm. Im Ausstellungsraum unterm Dach sind Arbeiten von Peter Blegvad zu sehen – Poesie, Malerei, Zeichnung und Musik des Songwriters, Autors und Slapp-Happy-Mitgründers. Die freie Bühne Annex ergänzt das Programm der Tenne als Hauptspielstätte.
Das Festival findet traditionell zur Sommersonnenwende statt. Festivaltickets – inklusive Mahlzeiten und Camping im Rosengarten – sind sozial gestaffelt: 80, 100 oder 120 Euro. Tageskarten sind ab 20 Euro erhältlich. Der Vorverkauf läuft bis Juni. Das Festival wird gefördert von der Initiative Musik des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Mölln – Am Dienstag, 9. Juni, findet um 19 Uhr in der Begegnungsstätte der Lohgerberei in Mölln wieder der beliebte Möllner Live-Musik-Treff – initiiert vom Folkclub Mölln – statt. Die Bauarbeiten sind vorangeschritten und der Lohgerbergang ist nun wieder passierbar.
„Kommt vorbei, bringt euer Instrument (auch Stimme) mit, spielt eure Lieblingsstücke vor (egal welches Genre), oder setzt euch mit in die Runde, erlebt handgemachte Musik, trefft Bekannte und lernt neue Menschen kennen und genießt ein kühles Getränk zum Selbstkostenpreis.“
Albsfelde – Die Band „Gießkanne“ sorgt am Samstag, 13. Juni, um 19 Uhr in der Haferdiele (An Soot 2, 23909 Albsfelde) mit ihren vielfältigen Songs für gute Stimmung. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Der im Halbjahresprogramm der Stiftung Herzogtum Lauenburg genannte Termin So., 14. Juni ist nicht richtig. Die Coverband aus Ratzeburg und Umgebung hält musikalisch für jeden etwas bereit. Wie aus einer Gießkanne verteilen sie ihre Songs über die ganze musikalische Landschaft – breit gefächert und erfrischend vielseitig. Ob laut und kraftvoll mit Schlagzeug, Gitarren und Bass – Rock, Pop und Schlager der letzten 50 Jahre – oder unplugged mit zwei Gitarren und Bass: Sie treffen immer den richtigen Ton. Die Musik lädt zum Mitsingen, Mittanzen oder einfach zum Genießen ein. Im Repertoire der Band finden sich Hits von Sportfreunde Stiller, Creedence Clearwater Revival, Bryan Adams, Chris Norman, Torfrock, Westernhagen, Hannes Wader, Udo Lindenberg, Wir sind Helden, Die Toten Hosen – und viele mehr. Die Gemeinde Albsfelde veranstaltet diesen Abend gemeinsam mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg im Rahmen der Reihe „Kultur auf Dorf-Tour“, die die Stiftung als ein Kulturknotenpunkt des Landes ins Leben gerufen hat. Die Kulturknotenpunkte sind ein Projekt des Ministeriums für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und werden durch den Landeskulturverband e.V. koordiniert.
Mölln – Adelina und Klaus, Betreiber des „klitzekleinen Kulturzentrums COURAGE“ in der Innenstadt von Mölln (Seestraße gegenüber Bootsanleger) bieten im Juni ein Programm, das sich sehen lassen kann. Interessierte haben die Möglichkeit, an offenen Bühnen, Workshops, Konzerten und mehr teilzunehmen, die zu großen Teilen im Rahmen des KulturSommers am Kanal stattfinden.
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