Lauenburg – Geschichte steckt in Lauenburg nicht nur in alten Mauern – manchmal stampft sie, manchmal dreht sie sich, manchmal erzählt sie von Schiffern und Schiffbauern. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, lädt Lauenburg dazu ein, besondere Orte der Stadt kennenzulernen und einen Blick hinter Türen zu werfen, die sonst nicht immer offenstehen.
Im Mittelpunkt steht dabei die enge Verbindung Lauenburgs mit der Elbe und der Schifffahrt. Im Elbschifffahrtsmuseum können Besucher bei einer kostenfreien Führung die Entwicklung der Schifffahrt auf der Elbe erleben. Von historischen Schiffen und alten Arbeitswelten bis hin zu technischen Entwicklungen wird hier deutlich, wie sehr die Elbe das Leben der Stadt geprägt hat. Noch tiefer geht es in der „Schatzkammer der Schiffsantriebe“: Im Gewölbekeller des ehemaligen Rathauses warten historische Dampfmaschinen und Dieselmotoren darauf, zum Leben erweckt zu werden. Bei der Führung wird Technikgeschichte nicht nur erklärt, sondern hör- und erlebbar gemacht. Beide Führungen sind am Tag des offenen Denkmals kostenfrei. Die Museumsführung startet um 11 Uhr, der Schatzkammer der Schiffsantriebe Rundgang um 14 Uhr. Die Öffnungszeiten Elbschifffahrtsmuseum sind von 10 bis 17 Uhr. Wer sich für die jüngere Technikgeschichte interessiert, sollte außerdem das E-Werk an der Palmschleuse besuchen. Das historische Kraftwerk versorgte Lauenburg über Jahrzehnte mit Strom. Bei den Führungen wird erzählt, wie die Elektrifizierung der Stadt voranschritt und welche Rolle das E-Werk dabei spielte. Auch hier können historische Maschinen und technische Details entdeckt werden. Die Öffnungszeiten des E-Werks sind von 12 bis 16 Uhr. Schiffbaugeschichte zum Anfassen gibt es bei einer öffentlichen Führung in der Außenstelle der Hitzler-Werft. Die Werft blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück – und noch heute werden hier Schiffe gebaut. Die kleine Sonderausstellung „Schiffbau“ gibt Einblicke in diese besondere Geschichte und zeigt, wie eng die Werft mit der Entwicklung Lauenburgs als Schifferstadt verbunden ist. Die Führung startet an der Außenstelle Hitzler-Werft in der Bahnhofstraße und ist am Tag des offenen Denkmals kostenfrei. Der Rundgang der Außenstelle Schiffbau startet um 16 Uhr. Natürlich lässt sich Lauenburgs Geschichte auch ganz klassisch zu Fuß entdecken. Bei der Stadtführung zum Tag des offenen Denkmals geht es durch die historische Altstadt und zu den Spuren, die vergangene Jahrhunderte im Stadtbild hinterlassen haben. Fachwerk, Kopfsteinpflaster und die Lage hoch über der Elbe erzählen dabei ihre ganz eigenen Geschichten. Der Rundgang startet um 14:30 Uhr am Lösch- und Ladeplatz. Der Stadtrundgang ab 14.30 Uhr (ca. 90 Minuten) startet am Lösch- & Ladeplatz. Ein besonderer Blick hinter historische Türen ist außerdem im Alten Kaufmannshaus in der Elbstraße 95 möglich. Hier können Besucher 375 Jahre Zeitgeschichte entdecken und erleben, wie Wohnen, Handel und das Leben in der alten Schifferstadt miteinander verbunden waren. Die Öffnungszeiten des Alten Kaufmannshauses sind 12 bis 18 Uhr.
So wird der Tag des offenen Denkmals in Lauenburg zu einer abwechslungsreichen Zeitreise: von der Altstadt zur Werft, vom historischen Kraftwerk zu den Maschinen der Schifffahrt und hinein in ein altes Kaufmannshaus. Dabei zeigt sich, dass Denkmalschutz weit mehr bedeutet als das Bewahren alter Gebäude – es geht um Geschichten, Technik, Menschen und um das, was eine Stadt über Generationen geprägt hat.
Foto: ©Touristik Lauenburg/Elbe