Ratzeburg/Einhaus – Die Stiftung Herzogtum Lauenburg und ihre Kooperationspartner – die Stadt Ratzeburg, die Gemeinde Einhaus und die vielen Baumpatinnen und Baumpaten – laden am 19. September in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Besuch der Streuobstwiese im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus (Zuwegung über die Straße Hoffberg) ein. Beim Apfeltag können sich Kenner und Informationssuchende im Schatten von rund 700 Obstbäumen austauschen und selbstverständlich bis zum „Stopp“ durch einen Mitarbeiter die Obstvorräte auffüllen, in mitgebrachten Taschen, Eimern oder Körbchen sammeln – oder gleich vor Ort genießen. Eintritt und das Obst sind kostenlos, aber natürlich freuen sich die Ehrenamtlichen über eine kleine Spende. Auf den Anlagen und dem Redder wachsen 56 verschiedene Apfelsorten. Kennenlernen kann man beispielsweise Birnen, Kirschen, Quitten, hunderte Gehölze von ganz alten bis sehr jungen Pflaumen-, Kirschpflaumen- und Schlehensippen sowie Pfirsich, Kornelkirsche, Fliederbeere, Deutsche Mispel und Esskastanie.
Rund um die Streuobstwiese in Ratzeburg gibt es im Laufe des Gartenjahres viel zu tun. Dafür sucht die Stiftung Herzogtum Lauenburg ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die nicht nur an besonderen Terminen wie beim Apfeltag, sondern regelmäßig bei der Pflege der Streuobstwiese unterstützen möchten. Wer Interesse hat und mitmachen möchte, kann sich direkt bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg persönlich in der Hauptstraße 150, Mölln oder per Mail an info@stiftung-herzogtum.de sowie telefonisch unter 04542 – 8 70 00 melden.
Ratzeburg – Neben den Kreismuseen und dem Kreisarchiv beteiligt sich auch das Gesundheitsamt des Kreises in diesem Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals am 13. September.
Das Kreisgesundheitsamt Herzogtum Lauenburg wurde im Juni 1965 eingeweiht. Das Gebäude wird seitdem ohne Unterbrechung als Gesundheitsamt genutzt und stellt somit ein lebendiges Denkmal dar. Architektonisch besticht der flach gedeckte Bau durch sein sichtbares Stahlbetonskelett und den begrünten Innenhof. Als „modernsten Neubau dieser Art“ feierten die „Lübecker Nachrichten“ seinerzeit den Bau. Der damalige Kreisrat Erich Wendicke betonte, der Neubau erweise sich in der Schönheit seiner Architektur, aber auch in seiner wohldurchdachten, sinnvollen und zweckentsprechenden Konstruktion als so vorbildlich, dass er die ungeteilte Zustimmung des Kreistages finde. Im Innenhof findet sich die Bronzeplastik des bekannten Bildhauers Karlheinz Goedtke „sich waschender Knabe“, die dort noch an ihrem originalen Standort steht. Karlheinz Goedtkes (1915-1995) künstlerisches Schaffen hat die Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins nach dem Zweiten Weltkrieg mit geprägt. Kaum ein größerer Ort, an dem der aufmerksame Betrachter nicht eine Bronzeplastik des Künstlers im öffentlichen Raum finden kann. Das Werkverzeichnis weist weit über hundert große Bronzeplastiken in Schleswig-Holstein aus. Gerade im Lauenburgischen, wo Karlheinz Goedtke nach 1945 ein neues Zuhause fand, sind vielerorts seine Figuren zu entdecken, Goedtke stammte aus Kattowitz (Oberschlesien), wuchs in Breslau auf, studierte an der Werkkunstschule Stettin und kam nach Kriegsende in den Kreis Herzogtum Lauenburg, wo er zunächst in Farchau und Mölln lebte. Die meiste Zeit seines künstlerischen Lebens hat er in seinem Atelier in Alt-Mölln gearbeitet.
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Das bundesweite Programm zum Tag des offenen Denkmals finden Sie unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm
Das Gesundheitsamt öffnet seine Türen am 13.September von 9 bis 13 Uhr für die Öffentlichkeit. Neben der Besichtigung des Gebäudes werden auch Führungen und Vorträge anlässlich des 150jährigen Jubiläums des Kreises Herzogtum Lauenburg angeboten. Es gibt es eine medizinhistorische Sammlung in den Räumlichkeiten. Als Besonderheit präsentieren sich einige Räume des Gesundheitsamtes wieder mit dem originalen Anstrich der ersten Jahre – die ursprüngliche Farbgestaltung und die darüber liegenden Schichten wurden dazu von fachkundigen Restauratoren vorsichtig freigelegt.
Ratzeburg – In den Herbstferien im A. Paul Weber-Museum in die Welt des Drucks eintauchen
Die Herbstferien stehen vor der Tür und wer noch auf der Suche nach einem spannenden Mitmachprogramm ist, wird im A. Paul Weber-Museum fündig: Dort dreht sich vom 12. bis zum 16. Oktober vormittags eine Woche lang alles um das Thema Drucken.
Die Teilnehmer erforschen gemeinsam den Unterschied zwischen Hoch- und Tiefdruckverfahren, lernen experimentelle Druckverfahren kennen und entdecken die Ausdrucksmöglichkeiten des Druckens. Dabei können sich die Kinder und Jugendlichen über mehrere Tage mit einem Verfahren beschäftigen oder jeden Tag neue Techniken ausprobieren.
Es können sowohl einzelne Termine gebucht werden als auch die gesamte Woche. Das Programm findet täglich von 10 bis 11.30 Uhr statt. Die entstandenen Werke dürfen mitgenommen werden.
Altersempfehlung ist 9 bis 14 Jahre. Der Kurs ist kostenlos, es werden jedoch täglich 3 Euro Eintritt erhoben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, es wird um Anmeldung gebeten.
Bei Fragen oder zur Anmeldung steht Susanne Petersen unter petersen@kreis-rz.de oder 04541 8011312 zur Verfügung. Weitere Informationen zum Programm sind auf www.apaulwebermuseum.de zu finden.
Nusse – Am Freitag, 11. September, um 19 Uhr verwandelt sich die Kirche in Nusse in einen Ort musikalischer Magie. Die Band „A Kind of Bach“ lädt zu einem unvergesslichen Abend ein, bei dem die Werke von Johann Sebastian Bach in neuem Licht erscheinen. Barock trifft auf Jazz – Bachs Meisterwerke werden in jazzig-fließende Arrangements verwandelt. Die Musiker Achim Schroeter (Saxophone), David Mohr (Gitarre), Christian Deckert (Kontrabass) und Ole Seimetz (Schlagzeug) schlagen mit ihren Interpretationen eine spannende Brücke zwischen Klassik und Jazz. Ihre Improvisationen und kreativen Arrangements begeistern Musikliebhaber beider Genres. Große Jazzlegenden wie Oscar Peterson und Chick Corea haben Bach bereits in ihr Schaffen integriert. „A Kind of Bach“ führt diese Tradition fort und bringt Bachs Melodien und Harmonien in einen modernen, improvisierten Kontext. Die Fusion aus Jazz, Improvisation und Barock schafft eine unverwechselbare Atmosphäre – ein Erlebnis für Ohren und Seele. Die Idee zur Band entstand aus einer Anfrage einer Kirchenorganisation für ein Bachfestival. Seitdem wurde das Repertoire kreativ weiterentwickelt. 2024 nahm die Band ihre erste CD auf, die im Sommer 2025 erschien. Ein Konzertveranstalter schrieb: „A Kind of Bach beeindruckt mit außergewöhnlichen Neuinterpretationen von Bachs Werken und verschmilzt klassische Elemente mit innovativen Jazz-Arrangements. Das hohe Niveau zeigt sich in virtuosen Improvisationen und feinen Nuancen – ein Hörgenuss für Bach- und Jazz-Fans.“
Der Eintritt ist frei um eine Spende wird gebeten.
Mölln – Der Möllner Live-Musik-Treff ist eine Veranstaltung des Folkclub Mölln. Sie läuft seit November 2025 und bekommt jetzt ein neues Zuhause: Bogart’s Bar bietet eine angenehme Atmosphäre und eine attraktive Auswahl an Getränken. „So habe ich mir den Live-Musik-Treff immer vorgestellt“, sagt Peter Fritz Hermann Hansen (einer der Organisatoren), „in ansprechenden Räumlichkeiten mit professioneller Bewirtung.“ Bei diesem Treff gibt es eine offene Bühne mit handgemachter Musik und die Möglichkeit, miteinander zu jammen. Alle, die singen, spielen oder beides, allein oder mit anderen, sind willkommen. Jede und jeder kann hier Musik vorstellen und Leute kennenlernen, die das auch tun. Im Möllner Live-Musik-Treff zeigt sich das, was den Folkclub ausmacht: Hier erlebt man Musiker und Musikerinnen als Menschen. Egal ob Anfänger oder Profi, sie alle treffen sich hier auf gleicher Augenhöhe, vereint mit ihrer Leidenschaft an guter, handgemachter Musik. Und ganz nebenbei erfährt das Publikum so manch Interessantes über die Musik und ihre Geschichte. Wer eine Wundertüte unterschiedlicher Klänge live erleben möchte, ist im Publikum willkommen. Der Möllner Live-Musik-Treff ist eine regelmäßige Veranstaltung zum Singen, Spielen und Zuhören, jeweils am 2. Donnerstag im Monat. Die nächsten Termine: 10. September, 8. Oktober, 12. November und 3. Dezember (Achtung: hier ist es der 1. Donnerstag) in Bogarts Bar. Der Möllner Live-Musik-Treff beginnt immer um 19 Uhr. Der Eintritt ist für alle frei. Bogarts Bar befindet sich im Delvenauweg 4, 23879 Mölln gleich hinter Famila und neben Clever fit. Parkplätze sind direkt neben der Tür vorhanden und das gesamte Gelände ist rollstuhlgerecht.
Mölln – Das COURAGE starten in die Spätsommer-/Herbstsaison am kommenden Samstag, 5. September um 19.30 Uhr mit Aylén & Lucio, einem spanisch-argentinischen Duo mit Urgewalt: „Von Tango bis Oper“. Wie wir bereits im Mai im COURAGE erfahren konnten: Ein phänomenales Konzert! Der Eintritt zu dieser wie zu allen anderen Veranstaltungen im COURAGE ist und bleibt frei. Am Sonntag, 6. September von folgt der COURAGE-Klassiker: „Bühne frei“ – Jede(r) hat zehn Minuten Zeit, einen möglichst eigenkreiierten Beitrag auf die Bühne zu bringen, ganz gleich ob Text, Musik, Akrobatik. Wir suchen Mutige, keine Perfektionisten. Wir bieten den perfekten Rahmen. Mit Mut oder zunächst mit der Rolle des interessierten Betrachters (m/w/d). Der gemeinsame Nenner lautet: Herzlich willkommen im COURAGE ! (weitere Termine: 1. November und 6. Dezember). Es folgen: „Einfach Machen“ – die Kreativwerkstatt, Dienstags mit Adelina von 14 bis 17 Uhr und Donnerstags mit Jennie von 16 bis 19 Uhr. „So’n Theater“ Theaterworkshop (auch für Einsteiger und Einsteigerinnen ab 18 Jahren) Dienstags mit Klaus von 18.30 bis 21.30Uhr. „Doppelkopf“ – neu im Angebot jeden 2. Mittwoch 18 bis 22 Uhr mit Jennie (erster Termin: 9. September), jeden letzten Donnerstag 19 bis 22Uhr mit Johanna (erster Termin: 24. September). „Pen & Paper“ – neu im Angebot jeden 2. und 4. Montag 18 bis 23Uhr – Rollenspiele mit Zoe und Fabian (erster Termin: 14. September). „Einfach so“ – Musikertreff jeden 3. Montag 18 bis 22 Uhr mit Lars (erster Termin. 21. September). „Das Konzert“ – jetzt jeden Samstag um 19.30 Uhr.
Weitere Informationen findest Du in der Anlage und auf www.courage-moelln.de. Anmeldung unter dieser mail-Adresse sehr empfohlen.
Für den Hinterkopf – Vorankündigung: Kulturnacht im COURAGE: 2. Oktober, 18 bis 24 Uhr mit Klaus G, Klaus I., Tim, Almuth, Mimi, dem Seniorenchor SAK Lübeck, Time & Plays – um 22 Uhr: „Bühne frei“, ab 23 Uhr Absacker für Kulturnacht-Künstler und Künstlerinnen. Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche: Kreative mit Buchstaben für Kinder (8-10 Jahre) am 12. Oktober von 10 bis 12 Uhr (max. 10 Teilnehmende). Kreative Schreibwerkstatt für Jugendliche (12-14 Jahre) am 16. Oktober von 10 bis 12 (+) Uhr (max. 10 Teilnehmende). Kreative Schreibwerkstatt für Jugendliche (15-17 Jahre) am 19. Oktober von 10 bis 12 (+) Uhr (max. 10 Teilnehmende). Unter Leitung von Kerstin Blume.
Am 15. bis 22. November sind die 2. Möllner Schauerspieltage im COURAGE. Am 11. Dezember ist Jahresabschlussfest im COURAGE – Parole „44“. So. Es ist angerichtet. Weitere Veranstaltungen sind möglich und erwünscht. Eine gute Idee ist gut, reicht aber nicht, um Wirklichkeit zu werden. Gesucht sind Ideengeber und Menschenwesen, die bereit sind, diese Ideen auch praktisch umzusetzen. Wir suchen zudem Unterstützung im Bereich Technik & Erledigungen, alles, wie im Zentrum der Freiwilligkeit üblich, natürlich ohne finanzielle Erwartungen. Unsere Währung ist die Leidenschaft. Am 22. August hat das COURAGE-Team sieben Stunden lang geputzt und gewienert, um das COURAGE angenehm zu gestalten. Der Inhalt aber und der Grund für diese Anstrengung bist Du.
Aumühle – Am Dienstag, 1. September, 18.30 Uhr, Theater, Mühlenweg 1, 21521 Aumühle findet ein Bebilderter Vortrag mit Dr. Gabriele Himmelmann: Idole – von Dante Gabriel Rossetti bis Andy Warhol. Der Eintritt beträgt 12 Euro. Vom Schönheitsideal der Präraffaeliten bis zur medialen Ikone der Pop Art: Das Bild des Idols erzählt viel über die Sehnsüchte und Projektionen einer Gesellschaft. Dante Gabriel Rossetti und seine Weggefährten erhoben Frauen zu entrückten, beinahe mythischen Erscheinungen; im 20. Jahrhundert wurden Filmstars und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu modernen Ikonen. Bei Andy Warhol schließlich wird das Idol selbst zum seriell reproduzierten Bild – zwischen Verehrung, Konsum und Massenmedien. Dr. Gabriele Himmelmann ist auf der Bühne der Hamburger Kunstszene zu Hause. Insbesondere die Hamburger Kunsthalle und das Bucerius Kunstforum kennt sie wie ihre Westentasche. Seit vielen Jahren ist sie als Dozentin, Referentin und Autorin tätig. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Foto: Dr. Gabriele Himmelmann
Weiter geht es am Montag, 7. September, 19 Uhr, Theater: vhs zu Gast „Bei Hoppenstedts gibt‘s Nudelsuppe – Potenziale der Erdbeobachtung!“. Ein Vortrag mit: Prof. Dr. Natascha Oppelt. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Weltraumgestützte Technologien liefern zuverlässige und flächendeckende Informationen, die ein einzigartiges Mittel zur Erfassung unseres Planeten darstellen. Sie ermöglichen unsere Kommunikation und Navigation, und sind darüber hinaus objektive Beobachter des Zustands und der Entwicklung unserer Umwelt, sei es zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. 40 Jahre Erdbeobachtung bietet zudem Möglichkeiten in diese Vergangenheit zu blicken, und Archive von Satelliten-Informationen können manchmal historische Beweise liefern, die sonst oft nicht verfügbar sind oder vergessen wurden. Aber was ist mit Satellitendaten wirklich möglich, und was (vielleicht noch) nicht? Der Vortrag diskutiert aktuelle Fragen des Globalen Wandels auf Basis von Satellitendaten. In Kooperation mit der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft und der Volkshochschule Hohe Elbgeest e.V. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Foto: KI-generiert
Dienstag, 8. September, 18.30 Uhr, Theater: “I have a Dream!” – Was bedeutet Zivilcourage?“ mit Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Viele Menschen engagieren sich für humanitäre und politische Ziele, die ihnen wichtig sind. Dazu gehört oft Mut, die Bereitschaft, Nachteile in Kauf zu nehmen. Wir sprechen dann in Abgrenzung von der soldatischen Tapferkeit von Zivilcourage. In seinem Vortrag behandelt der Bonner Professor für Philosophie Dr. Hans-Joachim Pieper diese Bürger*innentugend anhand verschiedener Beispiele und geht der Frage nach, wodurch sich Zivilcourage von Mut im Allgemeinen und vom Heldentum unterscheidet. Ist Zivilcourage – wie Mut überhaupt – nur eine formale, sekundäre Tugend oder ist sie auf bestimmte Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte inhaltlich verpflichtet? Wenn Argumente kaum noch Gehör finden, wenn man Minderheiten ausgrenzt und die Zukunft von Klima, Frieden, Demokratie und Humanität auf dem Spiel steht, ist Zivilcourage gefordert wie schon lange nicht mehr. Was sollten wir von uns und voneinander verlangen? An welchem Punkt schlägt Engagement in Ideologie und Mut in Selbstüberschätzung um? Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper, geboren 1958, war als Professor für Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter – hier von 2018-2024 auch als Rektor – tätig. In öffentlichen Vorträgen und Seminaren vermittelt er komplexe philosophische Themen auf verständliche Weise – für Fachleute und interessierte Laien. Karten sind an der Abendkasse erhältlich
Foto: Ursula Goeth
Am Samstag, 12. September, 15 Uhr und 19 Uhr, Theater, findet das Gastspiel des Bundesjugendballetts von John Neumeier statt. Der Eintritt beträgt 35 Euro. Die Welt des Tanzes im Augustinum Aumühle. Das Bundesjugendballett – John Neumeier bringt die Welt des Tanzes ins Augustinum Aumühle. Die Compagnie besteht aus acht internationalen Tanztalenten zwischen 18 und 23 Jahren, die jeweils maximal zwei Jahre Teil des Ensembles sind. Unter der pädagogischen und künstlerischen Leitung von Kevin Haigen verbindet das Ensemble Tradition und Gegenwart, um Ballett auf ganz neue Weise erlebbar zu machen. Das Programm umfasst eine spannende Mischung aus Uraufführungen, Wiederaufnahmen und Werken aus dem vielseitigen Repertoire des Bundesjugendballetts. Zu sehen sind Choreografien von John Neumeier, Kreationen internationaler Gastchoreografinnen sowie Eigenarbeiten der Tänzer*innen. Ergänzt wird der Abend durch die Zusammenarbeit mit jungen MusikerInnen und SängerInnen, die Tanz, Musik und Gesang gleichberechtigt miteinander verschmelzen lassen. Das Bundesjugendballett – John Neumeier ist ein Kooperationsprojekt des Ernst Deutsch Theaters und der Hamburgischen Staatsoper. Gefördert wird es von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Freien und Hansestadt Hamburg. Kartenvorverkauf ab sofort an der Foyerkasse (täglich 15 – 20 Uhr)
Foto: Kiran West
Dienstag, 15. September, 18.30 Uhr, Theater: Baltikum – Estland, Lettland, Litauen – Multivisionsvortrag von und mit Roland Marske. Der Eintritt beträgt 12 Euro. Die Ostsee stößt im Nordosten Europas auf die Ufer von drei kleinen Ländern: Litauen, Lettland und Estland, wo die Ostsee „Westsee“ heißt. Zusammen sind die drei baltischen Länder nicht einmal halb so groß wie Deutschland und mit nur rund sechs Millionen Einwohnern äußerst dünn besiedelt. Erleben Sie, passend zum Jahresmotto des Augustinum „Vielstimmig“, drei Nachbarländer mit unterschiedlichen Sprachen, drei Länder mit unterschiedlichen Kulturen und doch einer gemeinsamen Geschichte! Gemeinsam erkämpften sich die drei Nationen ihre Unabhängigkeit mit dem Verfall der Sowjetunion durch eine „singende Revolution“! Mit viel Neugier im Gepäck, historischer Kenntnis und feinem Gespür für die heiklen aktuellen politischen Fragen ist der Berliner Journalist und Fotograf Roland Marske mehrfach durch das Baltikum gereist und lässt Sie bei seiner beeindruckenden Multivisionsshow teilhaben am Leben und der Kultur dieser facettenreichen Länder. Unter dem Markenzeichen Jules Verne präsentiert das Fotografen- und Journalisten-Team um den Berliner Fotografen Roland Marske seit vielen Jahren erfolgreich seine einmaligen Multi-Visions-Shows über die schönsten und interessantesten Regionen der Erde. So sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe aufwendig gestalteter Multi-Visions-Shows entstanden – perfekte Illusionen, die in ihrer Wirkung durch die akustische Vielfalt passender Musik sowie intelligenten, humorvollen und persönlichen Kommentaren optimal ergänzt werden. Mit diesem Erfolgskonzept begeistert Jules Verne international sein Publikum. Texte und Bilder der Autoren wurden in Geo, Merian u.a. veröffentlicht. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Foto: Jules Verne Berlin
Weiter geht es am Sonntag, 20. September, 19 Uhr, Theater, mit dem Cinema Augustinum: „Dann passiert das Leben“ ein bewegendes Drama über Liebe, Verlust und Neuanfänge. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Hans steht kurz vor seiner Pensionierung, Rita genießt die Ruhe des Alltags. Nach vielen Jahren Ehe haben sich Routinen eingeschlichen, der gemeinsame Sohn lebt längst sein eigenes Leben. Während Hans und Rita ihren gewohnten Bahnen folgen, treten plötzlich Zweifel, alte Verletzungen und unerfüllte Wünsche zutage. Als ein tragisches Ereignis ihr Leben erschüttert, geraten ihre vertrauten Strukturen ins Wanken. Die beiden werden gezwungen, sich mit ihrer Beziehung, ihrer Vergangenheit und ihren Vorstellungen vom Älterwerden auseinanderzusetzen. Mit großer Wärme, feinem Humor und beeindruckenden schauspielerischen Leistungen erzählt der Film von den Herausforderungen des Lebens und davon, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu entdecken. In Zusammenarbeit mit dem Filmring Reinbek e.V. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
Foto: Majestic Filmverleih
Montag, 21. September, 19 Uhr, Theater: Traditionelle Blasmusik. Das Reinbeker Stadtorchester zu Gast im Augustinum. Der Eintritt beträgt 15 Euro, erm. bis 14 Jahre 8 Euro. Mit bekannten Melodien, schwungvollen Klängen und dem besonderen Sound eines großen Blasorchesters, unter der Leitung von Andreas Goj, möchte das Reinbeker Stadtorchester gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörern einen schönen musikalischen Abend verbringen. Von 19 bis 20 Uhr wird am Montag, dem 21. September, das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm aus traditioneller Blasmusik unterhalten. Der Kartenvorverkauf beginnt am 17. August. Eintrittskarten sind bei der Allianz Generalvertretung J. E. Goj, Schmiedesberg 2c, 21465 Reinbek, erhältlich. Für Kurzentschlossene gibt es außerdem am Konzertabend eine Abendkasse.
Foto: Reinbeker Stadtorchester e.V.
Am Donnerstag, 24. September, 18.30 Uhr findet die Vernissage mit Zeichnungen von Hans Rzondkowski: Mit einem Augenzwinkern. Der Eintritt ist frei. Warum zeichnet jemand lustige Bilder? Für Hans Rzondkowski sind es die Situationskomik und die kleinen Absurditäten des Alltags, die ihn inspirieren. Mit feiner Beobachtungsgabe und einer Prise Selbstironie hält er Menschen und ihre Gewohnheiten zeichnerisch fest und lädt dazu ein, sich selbst nicht immer allzu ernst zu nehmen. In seiner Ausstellung präsentiert der gebürtige Bremer verschiedene Werkreihen, darunter humorvolle Betrachtungen über Mensch und Hund, den Umgang mit dem Mobiltelefon sowie augenzwinkernde Darstellungen alltäglicher Situationen. Ebenfalls zu sehen ist die Bildergeschichte „Häsi und die Eisenbahn“, die auf Erzählungen von Maria Michel (geb. 1902) basiert. Hans Rzondkowski zeichnet und malt seit seiner Kindheit. Neben seiner Tätigkeit als Bauingenieur und Infrastrukturplaner hat ihn die Kunst stets begleitet. Seine Arbeiten laden zum Schmunzeln, Wiedererkennen und Perspektivwechsel ein. Die Ausstellung ist bis zum 10. November im Kunstgang des Augustinum zu sehen.
Foto: Hans Rzondkowski
Montag, 28. September, 10 Uhr, Theater: Hamburg erleben: Rathaus & Handelskammer. Vortragsmatinee mit Stadtführerin Katja Kruse Der Eintritt beträgt 12 Euro. Bei dieser einstündigen virtuellen Führung mit der erfahrenen Stadtführerin Katja Kruse erhalten Sie spannende Einblicke in das historische Hamburger Rathaus und die traditionsreiche Handelskammer Hamburg. Erfahren Sie mehr über Hamburgs Geschichte, hanseatische Traditionen sowie die Bedeutung von Politik und Handel für die Entwicklung der Stadt. Freuen Sie sich auf beeindruckende Architektur, überraschende Details und spannende Geschichten rund um das Herz Hamburgs und das Machtzentrum der Stadt. Dabei erfahren Sie unter anderem, was es mit dem Börsenparkett auf sich hat, warum die Handelskammer sprichwörtlich „Leichen im Keller“ hat, welche Besonderheiten die mehr als 130 Jahre alte Klimaanlage des Rathauses auszeichnen und welche Symbolik sich hinter den Treppenaufgängen von Senat und Bürgerschaft verbirgt. Karten sind an der Foyerkasse erhältlich.
Hzgt. Lauenburg – De Harvst is wedder dor, de Daag warrt körter, de Avende warrt länger. Nu is wedder Tiet för Geschichten un Musik op Platt. Ok in Mustin gifft dat en Veranstalten. Dat Singen maakt Uli Gröhn, de Plattbeopdraagte ut Wendörp. He is mit Platt-Klassikers dorbi, över ok sien egen Leder bringt he to Gehöör. För dat Lesen is Inge Pusback, de Möllnsche, fraagt. Se hett sik de „Vertell doch mal“-Böker vörnahmen. Dor sünd Geschichten in vun hüüt. De wiest, dat Plattdüütsch en lebennige Spraak is. All Facetten ut dat Leven köönt ok op Platt vertellt warrn. Mitünner is dat sinnig, kann ok spannend warrn, un wiss dörf ok mal lacht warrn. En Kooperatschoon mit dat Plattdüütsch-Forum Kreis Hertogdom Loonborg.
Vom 1. September bis 9. Oktober 2026 laden die Interkulturellen Wochen im Herzogtum Lauenburg zu Verständigung, Begegnung und Miteinander ein.
Ratzeburg (ab) – Vom 1. September bis zum 9. Oktober 2026 lädt das Diakonische Werk Herzogtum Lauenburg mit zahlreichen Partnern wieder zu den „Interkulturellen Wochen” ein. Mehr als 30 Veranstaltungen stehen im Programm. Das Motto: „Dafür!” – das Ziel: Räume für Begegnung, Verständigung und Vielfalt schaffen. Das Programm ist jetzt online.
„Das Schöne ist, dass bei den Interkulturellen Wochen immer wieder ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen”, so Christian Klingbeil von der offenen Jugendarbeit Gleis 21/Stellwerk in Ratzeburg. „Wir erleben immer wieder, dass sich in unseren Angeboten Menschen begegnen und miteinander verbunden bleiben, die sich vielleicht sonst nicht gefunden hätten”, ergänzt Dr. Ulf Kassebaum, Geschäftsführer des Diakonischen Werks.
Die Einladung, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, den Horizont zu erweitern und mit Menschen zusammenzukommen, steht im Zentrum der Interkulturellen Wochen. Außerdem machen zahlreiche regelmäßige Angebote in der Region auf sich aufmerksam.
Raum für Begegnungen schafft zum Beispiel das interkulturelle Seniorenfrühstück am 1. Oktober in Sandesneben, bei dem der Pflegestützpunkt Mölln seine Arbeit vorstellen wird. Auch interkulturelle Cafés, der Lese- und Erzähltreff oder das „BibQuiz“ in der Stadtbücherei Ratzeburg und das Frauenfrühstück der Migrationsberatung in Mölln bieten Gelegenheit zum entspannten Miteinander. Wieder mit dabei ist das traditionelle „Schlemmen International” der Flüchtlingsinitiative in Sandesneben. Am 25. September locken kulinarische Köstlichkeiten aus den verschiedensten Ländern.
Kreativ wird es mit der Kulturwerkstatt des Lebenshilfewerks unter dem Motto „Kuck Mal – Kunst”. Geplant ist eine Ausstellung im November zum Thema „Insekten” in Mölln. Wer sich einbringen und gestalterisch aktiv werden möchte, kann sich bei Mirja Schneidereit für eine der Mal-Aktionen anmelden (MSchneidereit@LHW-Zukunft.de). „Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass gemeinsames kreatives Miteinander Distanzen abbaut, Persönlichkeiten stärkt und Verbindungen zwischen Menschen schafft”, so Schneidereit. Den Fokus auf Fluchtgeschichten und -ursachen setzt ein Filmabend am 29. September im Burgtheater Ratzeburg mit dem Film „Eldorado” und einem Impulsvortrag von Brot für die Welt.
Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein initiierte Veranstaltung zum Thema „Jugend und Armut”. Am Freitag, den 25. September, wird es im Gleis 21 in Ratzeburg ab 15 Uhr um die Bedürfnisse und Nöte junger Menschen gehen. Zahlreiche Vertreter:innen aus der Politik sind eingeladen, es gibt ein interkulturelles Buffet. Mit und für junge Menschen – darum geht es auch bei „words – meets – music” am 2. Oktober im Ratzeburger Stellwerk – mit Gedichten, Geschichten und Musik in Wohnzimmer-Atmosphäre von und für Menschen ab 12 Jahren.
Die Interkulturellen Wochen schlagen mit Angeboten für Eltern und Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren einen weiten Bogen. So sind auch Themen wie Demenz und Schwerbehinderung im Programm vertreten, etwa mit einem Fachtag bzw. Vorträgen und Beratungsangeboten. Wie im vergangenen Jahr lädt die ukrainische Community am 27. September von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür in Ratzeburg ein, ebenso am 3. Oktober die islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat in Lübeck.
„Die Interkulturellen Wochen sind keine nostalgische Tradition, sondern hochaktuelle gesellschaftliche Arbeit”, betont Dr. Ulf Kassebaum. In Zeiten eines rauer werdenden gesellschaftlichen Klimas sei die entscheidende Frage: Wie wollen wir künftig zusammenleben? „Die Antwort darauf findet sich dort, wo Menschen einander begegnen. Dort, wo Geschichten ausgetauscht werden, wo gemeinsam gegessen, diskutiert, musiziert oder gefeiert wird. Genau dafür stehen die Interkulturellen Wochen mit ihrem Motto ‘Dafür!’“
50 Jahre „Interkulturelle Woche” – zum Hintergrund: Seit 1975 engagieren sich bundesweit mehr als 500 Städte und Gemeinden in der Interkulturellen Woche. Ziel war und ist es, dem Nebeneinander von Menschen unterschiedlichster Herkunft ein neues Miteinander entgegenzusetzen. Maßgeblich initiiert durch die Kirchen wird die Aktionswoche inzwischen von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Initiativen und vielen Engagierten gestaltet.
Zum Foto: Mitwirkende der Interkulturellen Wochen (v.l.): Francine Sönmez (Diakonisches Werk), Christian Klingbeil (Gleis21/Stellwerk, DW), Ludmilla Feller (DW), Karoline Michaelis (Ev. Familienbildungsstätte RZ), Franka Pietsch (Stadtbücherei RZ), Corinna Weigand (DW), Lars Koßyk (Pflegestützpunkt, Hzgt. Lauenburg), Dr. Ulf Kassebaum (DW), Mirja Schneidereit (Lebenshilfewerk) (Foto: Annkathrin Bornholdt)
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