VHS zu GAST – 80 Jahre Schleswig-Holstein – Das Land und das Amt – Ein Vortrag mit Dr. Lukas Schaefer, Amtsarchivar. Im August 1946 entstand in der britischen Besatzungszone aus der ehemaligen preußischen Provinz das Land Schleswig-Holstein. 1949 wurde es ein Teil der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Seit dieser Zeit haben Landespolitik und Landesbehörden das Leben und die Infrastruktur im heutigen Amt Hohe Elbgeest immer wieder entscheidend geprägt und gefördert. Doch auch unser Amtsgebiet machte mit Impulsen und Erfolgen für das ganze Bundesland auf sich aufmerksam. Mit Dokumenten und Fotos aus allen Gemeinden zeigt der Vortrag des Amtsarchivars Dr. Lukas Schaefer die 80-jährige Wechselwirkung zwischen Landesebene und örtlicher Entwicklung. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Hohe Elbgeest e. V. und dem Amtsarchiv Hohe Elbgeest. Am Montag, 2. November, 19 Uhr im Theater. Eintritt ist frei.
CINEMA AUGUSTINUM – Amrum – Eine bewegende Geschichte über Heimat, Familie und einen Neuanfang. Drama, Deutschland 2025, 93 Min., FSK 12; Regie: Fatih Akin, Besetzung: Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Laura Tonke, Kian Köppke, Detlev Buck – Frühjahr 1945 auf der Nordseeinsel Amrum: Der zwölfjährige Nanning hilft seiner Mutter und seinen Geschwistern, die letzten Monate des Krieges zu überstehen. Ob bei der nächtlichen Fischerei, auf dem Feld oder bei der Seehundjagd, der Junge übernimmt Verantwortung und trägt dazu bei, das Überleben der Familie zu sichern. Doch mit dem ersehnten Frieden beginnen neue Herausforderungen. Familiäre Konflikte und lange verborgene Geheimnisse stellen Nanning vor schwierige Entscheidungen und prägen seinen Weg ins Erwachsenwerden. Basierend auf den Kindheitserinnerungen des Drehbuchautors Hark Bohm erzählt „Amrum“ eine ebenso persönliche wie universelle Geschichte über Verlust, Zusammenhalt und Hoffnung. Mit eindrucksvollen Bildern der Nordsee und sensibler Erzählweise schafft Fatih Akin ein bewegendes Porträt einer Kindheit in Zeiten des Umbruchs. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. In Zusammenarbeit mit dem Filmring Reinbek e. V.. Am Sonntag, 08. November, 19 Uhr im Theater. Eintritt beträgt 8 Euro.
IRLAND. Eine literarisch-musikalische Kulturreise
Irische Geschichten und Klänge mit Angelika Rusche-Göllnitz und Helge Stroemer. Sanft geschwungene Hügel, schroffe Steilküsten und idyllische Fischerhäfen prägen das Bild der „Grünen Insel“. Doch die besondere Faszination Irlands liegt nicht allein in seiner Landschaft. Auch die reiche Kultur des Landes mit ihren Geschichten, Mythen und ihrer Musik begeistert Menschen seit jeher. Zu einer literarisch-musikalischen Reise durch Irland laden Angelika Rusche-Göllnitz und Helge Stroemer ein. Ihr abwechslungsreiches Programm verbindet Fotovortrag, Lesung und live gespielte Musik. Dabei begegnet das Publikum Werken irischer Autoren wie James Joyce, Lady Augusta Gregory und Frank McCourt ebenso wie traditionellen Instrumentalstücken und bekannten Songs. Für den musikalischen Teil bringt das Duo viel Erfahrung mit: Angelika Rusche-Göllnitz spielt seit mehr als 40 Jahren Geige. Die klassisch ausgebildete Musikerin war in Orchestern, Kammermusikensembles und Folkbands aktiv und hat einen besonderen Schwerpunkt im Irish Folk. Helge Stroemer, Literaturwissenschaftler, Journalist und Medienproduzent aus Hamburg, ist ebenfalls seit vielen Jahren musikalisch aktiv. An diesem Abend begleitet er an der Gitarre und mit Gesang. Zu hören sind unter anderem bekannte irische Songs wie „Dirty Old Town“, „Galway Girl“ und „Molly Malone“. Am Donnerstag, 12. November, 18.30 Uhr im Theater. Eintritt beträgt 12 Euro.
Der Heilige Augustinus – „Vom Lausbub zum Heiligen“ Ein Vortrag mit Andrzej Slomianowski zum Gedenken an den Hl. Augustinus. Aurelius Augustinus (354–430) gehört zu den prägenden Gestalten der europäischen Geistesgeschichte. Dabei verlief sein Weg zum bedeutenden Kirchenlehrer alles andere als geradlinig. Sein Leben war geprägt von Zweifeln, Umwegen und einer intensiven Suche, bevor er sich schließlich dem christlichen Glauben zuwandte. Gerade diese bewegte Biografie macht Augustinus bis heute zu einer faszinierenden und erstaunlich nahbaren Persönlichkeit. Im Zentrum seines Werkes stehen große philosophische und theologische Fragen nach Wahrheit, Zeit und dem Menschen. Besonders wegweisend ist sein Nachdenken über das Verhältnis von Glauben und Vernunft. Für Augustinus stehen beide nicht im Widerspruch zueinander, sondern sind eng miteinander verbunden. Auch Liebe und Demut nehmen in seinem Denken einen zentralen Stellenwert ein. Viele seiner Fragen und Überlegungen haben über die Jahrhunderte nichts von ihrer Aktualität verloren. Unter dem Titel „Vom Lausbub zum Heiligen“ zeichnet der polnische Dichter und Schriftsteller Andrzej Slomianowski den außergewöhnlichen Lebens- und Denkweg des Augustinus nach. Slomianowski, Jahrgang 1943, lebt seit 1983 in Deutschland und arbeitet als freier Autor. Als Lyrik-Übersetzer übertrug er unter anderem Werke von Gertrud Kolmar, Max Herrmann-Neiße, Hans Magnus Enzensberger und Thomas Bernhard ins Polnische. Als Autor fühlt er sich insbesondere der Sprache sowie der europäischen Tradition und Kultur verpflichtet. Am Freitag, 13. November, 15 Uhr im Theater. Eintritt ist frei.
Foto: Augustinus
Donau – Durchgedreht
LIVE-Reisereportage von Robert Neu. Ein Mann, ein Fluss, ein knallrotes Gummiboot. „Durchgedreht“ erzählt die Geschichte des Abenteurers, Fotografen und Weltreisenden Robert Neu, der versucht, die Donau, den zweitlängsten Fluss Europas, mit Fahrrad und Paddelboot von der Quelle bis zur Mündung zu erkunden. Mit nichts weiter als einem Fahrrad, einem Packraft, einem wild wuchernden Piratenbart und großer Lust auf Entdeckung und Abenteuer begibt er sich auf eine außergewöhnliche Reise durch zehn Länder. Auf 2.888 Kilometern erlebt er beeindruckende Landschaften, begegnet faszinierenden Menschen und wird immer wieder von einer überwältigenden Gastfreundschaft überrascht. Sein Weg führt ihn durch pulsierende Metropolen wie Wien und Budapest ebenso wie durch entlegene Dörfer entlang des Flusses. Er trifft Donauschwaben in Ungarn, Aussteiger im Donaudelta und Blaskapellen auf dem Balkan. Dazu kommen unerwartete Herausforderungen: ein Donaumonster, ein Sommersturm und sogar ein Loch im Boot. Entstanden ist eine ebenso unterhaltsame wie eindrucksvolle Reisereportage, die vom Schwarzwald bis ans Schwarze Meer führt. Humorvoll, abwechslungsreich und voller überraschender Begegnungen – kurz: völlig durchgedreht. Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Am Dienstag, 17. November, 18.30 Uhr im Theater Eintritt beträgt 12 Euro.
VERNISSAGE zur AUSSTELLUNG „Farbe. Form. Klang.“ Fotografien der FotoConsorten. Die Ausstellung widmet sich der Vielfalt von Farbe, Form und Klang. Die gezeigten Arbeiten erkunden das Zusammenspiel von Farbe als emotionaler Kraft, Form als strukturierendem Element und Klang als unsichtbarer, aber spürbarer Dimension. Farbe wird als unmittelbare visuelle Erfahrung wahrgenommen, die sich durch Intensität und Emotionalität auszeichnet. Form hingegen ordnet, reduziert und strukturiert das Sichtbare. Sie lenkt den Blick auf Linien, Rhythmen und Wiederholungen. Schließlich ist der Klang, obwohl er nicht sichtbar ist, in fotografischen Bildern durch Bewegung und Atmosphäre erfahrbar. Dabei kann jedes Bild gleichzeitig farblich wirken, formal organisiert sein und eine „klangliche“ Qualität besitzen. Diese Ausstellung ist der Beitrag der FotoConsorten zum Kulturjahresthema des Augustinums „Vielstimmig“. Sie sind herzlich eingeladen zur Vernissage am Donnerstag, dem 19. November um 19 Uhr im Foyer des Augustinum. Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 6. Januar und kann täglich von 9 bis 20 Uhr besucht werden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die Gespräche mit den anwesenden Fotografinnen und Fotografen. Eintritt ist frei.
Megatrends – aktuelle Entwicklungen, die unsere Welt verändern. Vortrag mit Prof. Dr. Werner Mezger. Megatrends prägen unsere Zeit. Sie verändern nicht nur einzelne Bereiche des modernen Alltags, sondern ganze Gesellschaften und Kulturen. Dazu zählen die digitale Revolution ebenso wie neue Formen des Umgangs mit Informationen, der demografische Wandel, wachsende Mobilität, veränderte Geschlechterrollen sowie die immense Macht sozialer Medien, die längst eigene Wahrheiten schaffen. Auch das derzeit zentrale Thema Künstliche Intelligenz gehört zu diesen Entwicklungen. Der Begriff „Megatrend“ bezeichnet tiefgreifende, langfristige Prozesse mit enormem Wirkungsgrad (Impact), die nachhaltige soziale, kulturelle, wirtschaftliche und technische Veränderungen auslösen. Werner Mezger, bekannt durch zahlreiche Publikationen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, war bis 2021 Professor für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Freiburg und Direktor des Freiburger Instituts für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE). Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Donnerstag, 26. November, 18.30 Uhr, Theater der Eintritt beträgt 12 Euro.